Mobile Device Management: Synchronisation nicht alles

Heterogene Endgerätelandschaft zunehmend problematisch

Unternehmen, die den Einsatz von Mobility-Lösungen planen, beschäftigen sich zu wenig mit den Anforderungen für ein zentrales Gerätemanagement. Zu diesem Schluss kommt ein aktueller Report von Berlecon Research und Fraunhofer ESK, der gestern in Berlin vorgestellt wurde. „Gerade in größeren Unternehmen, in denen viele und teilweise sehr unterschiedliche Endgerätetypen oder -versionen im Einsatz sind, bindet das Management des Endgeräte-Pools enorme Ressourcen der Unternehmens-IT, die produktiver genutzt werden könnten“, sagt Nicole Dufft, Geschäftsführerin Berlecon Research.

Für den aktuellen Report „Lösungen für Mobile Device Management – Leistungskriterien, Analyse und Bewertung“ haben die Analysten von Fraunhofer ESK daher führende Systeme im Echtbetrieb getestet und deren Device-Management-Funktionalitäten beurteilt. Sie haben dabei teilweise erhebliche Unterschiede festgestellt. „Es gibt zwar schon einige interessante Produkte auf dem Markt. Insgesamt zeigt dieser Bereich aber sicherlich noch Entwicklungspotenzial“, sagt Jürgen Müller, technischer Analyst bei Fraunhofer ESK.

Microsoft etwa habe sich in den vergangenen Jahren vor allem auf die Optimierung der Synchronisations-Funktionalitäten konzentriert und die Integration von zentralen Device-Management-Funktionalitäten in der Mobile-Groupware-Lösung außer Acht gelassen. Im Gegensatz dazu warte Research in Motion (RIM) bei seiner Blackberry-Enterprise-Solution mit umfangreichen Funktionalitäten für das Device Management auf. „Leider sind diese Funktionen aber nicht für andere Endgeräte als die Original-Blackberrys nutzbar“, so Müller. Als Positivbeispiele führen die Branchenanalysten die Intelligence Mobile Suite von Nokia oder die One-Bridge-Lösung von Ianywhere an.

Die Marktexperten gehen davon aus, dass durch die steigende Verbreitung von mobilen Lösungen und Applikationen schon bald neue Device-Management-Lösungen das Licht der Welt erblicken werden. Davon sei angesichts der wachsenden Produktivitäts- und Sicherheitsanforderungen auszugehen, so Müller. Einen Überblick über die aktuelle Marktsituation und die verfügbaren Lösungen bietet Berlecon mit dem nun veröffentlichten Report an. Zusätzlich findet am 15. Juni 2007 in München ein Praxisworkshop statt, in dem eine Reihe von Mobile-Mail- und Device-Management-Systemen live demonstriert wird.

Themenseiten: Business, Telekommunikation

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1 Kommentar zu Mobile Device Management: Synchronisation nicht alles

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  • Am 3. Januar 2008 um 16:15 von Stefan Baader

    Anbieter
    Ein ebenso innovativer Anbieter ist die Firma ubitexx in München

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