Marktforscher: Skype droht das Aus

Kabelfirmen drängen ins Telefonie-Geschäft

Während der Markt für VoIP-Telefonie in den USA kräftig wächst – bis 2012 sollen mehr als 25 Millionen User via Internet telefonieren -, droht klassischen Anbietern wie Skype oder Vonage das Aus. Das prognostizieren zumindest die Marktforscher von Jupiter Research in einer aktuellen Studie. Demnach sorgen die steigende Verfügbarkeit von Breitband-Internet sowie die Expansion der Kabelanbieter in den Markt für deutliche Wachstumsimpulse, gefährden aber gleichzeitig auch das Geschäftsmodell der VoIP-Pioniere.

„Klassische VoIP-Anbieter gewinnen zwar derzeit auf Nettobasis noch Kunden, die von den Kabelfirmen angebotene Zuverlässigkeit und Service-Qualität bedrohen aber die zukünftigen Wachstumschancen dieser VoIP-Unternehmen“, sagt David Schatsky, President von Jupiter Research. Sowohl die Zunahme von Breitbandverbindungen als auch das aggressive Werben für Bündelangebote und das insgesamt breitere Angebot bei geringeren Kosten spielten eine wichtige Rolle beim möglichen Niedergang des klassischen VoIP-Marktes.

Bereits jetzt beanspruchen die Kabelfirmen mit einem Anteil von 71 Prozent den Löwenanteil am VoIP-Markt. Allein 2006 konnten die Unternehmen, die erst vor zehn Jahren in das Telefonie-Geschäft eingestiegen sind, 3,6 Millionen neue VoIP-Kunden gewinnen. Weil die Kabelanbieter die Preise senken und die klassischen VoIP-Unternehmen mit regulatorischen und Kostendeckungs-Gebühren kämpfen, schrumpfen auch die preislichen Unterschiede zwischen den Wettbewerbern.

„Die Kabelanbieter in den USA haben die Infrastruktur und den Kundenpool, um mit günstigen Tarifen und hoher Qualität punkten zu können“, sagt Markus Rumler, Sprecher des VoIP-Anbieters Jajah. Skype und Co leiden dagegen in puncto Sprachqualität unter temporären Engpässen bei der Breitbandverbindung. Im Vergleich zu den USA gehe der Weg in Europa aber eher in Richtung mobiles Internet, so Rumler, der auf die besser ausgebaute Mobilfunkinfrastruktur in Europa verweist.

Themenseiten: Telekommunikation, VoIP

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Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Marktforscher: Skype droht das Aus

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  • Am 15. Mai 2007 um 14:46 von BRANCHENKENNER

    A U A – Wo oder Was haben "Die" denn studiert ???
    Hallo – DAS kann man ja nicht unkommentiert lassen :-))
    A = Artikeltext
    K = Kommentar (=meine/eine rein persönliche Meinungsäusserung)

    A- Während der Markt für VoIP-Telefonie in den USA kräftig wächst – bis 2012 sollen mehr als 25 Millionen User via Internet telefonieren -, ….
    K- Bei 300 MIO Einwohnern macht das unter 10% Marktpenetration!?! Allein DAS ist schon sehr unglaubwürdig :-)
    Aber das Beste kommt noch…

    A-…droht klassischen…wie Skype oder Vonage das Aus. Das prognostizieren… die Marktforscher von Jupiter Res…
    Demnach sorgen…steigende Verfügbarkeit von Breitband-Internet sowie die Expansion der Kabelanbieter…für deutliche Wachstumsimpulse, gefährden aber…das Geschäftsmodell der VoIP-Pioniere….

    K- STEIGENDE BANDBREITE GEFÄHRDET klassische VoIP-Anbieter???

    A- "…die von den Kabelfirmen angebotene Zuverlässigkeit und Service-Qualität bedrohen aber die zukünftigen Wachstumschancen dieser VoIP-Unternehmen",…
    …Bereits jetzt…Kabelfirmen mit einem Anteil von 71 Prozent… Allein 2006 konnten die Unternehmen,…Weil die Kabelanbieter…Preise senken und die klassischen VoIP-Unternehmen mit regulatorischen und Kostendeckungs-Gebühren kämpfen,

    K- So ein Quatsch!!!
    REGULATORISCHE Massnahmen treffen A L L E Anbieter gleichermassen!
    Kostendeckungs-Gebühren ? Wad iss dad denn? 1 neuer Begriff in der BWL:-)
    UND was haben denn Skype und Co zu decken? Gegenüber Kabelnetzbetreibern haben SKxxx KEIN Netz am Kundenende!!!

    A- …schrumpfen auch die preislichen Unterschiede zwischen den Wettbewerbern.

    K- Wieder Unsinn. Ein Kabelnetzbetreiber ist kein Carrier, hat idR. keine eigene TK-Infrastruktur und muss demnach zukaufen. Aber wie erwähnt muss er im Nachteil zu SKxxx sein Netz warten!!!

    A- …Skype und Co leiden dagegen in puncto Sprachqualität unter temporären Engpässen bei der Breitbandverbindung.

    K- Das trifft ALLE VoIP-Verbindungen. Oben heisst es dass Bandbreiten zunehmen (was stimmt), und man deswegen die VoIP-Klassiker angreifen könne…
    +JETZT heisst es dass ENGPÄSSE bei den Bandbreiten zu Problemen führen…!?!
    Ja was denn jetzt – Hüh oder Hott ?

    A- …Im Vergleich zu den USA gehe der Weg in Europa…in Richtung mobiles Internet, so Rumler, der auf die besser ausgebaute Mobilfunkinfrastruktur in Europa verweist.

    K- …Womit der Mensch nach meiner Meinung seine Unkenntnis nochmals offen zur Schau stellt :-)
    SKxxx und Co drohen sogar schon Sperren von seiten der Mobilnetzbetreiber, da man verhindern will das Kunden via SKxx+Co über das mobiel Datennetz telefonieren…

    AUSSERDEM kann hier (und ÜBERALL:) ein Kabelanbieter NUR DANN ein kombiniertes Angebot (TriplePlay) offerieren, wenn sein Netz (d.h. der Weg zum Kunden) auch RÜCKKANALFÄHIG ist, was aber selten der Fall ist!!

    Gruss in die Runde

    PS: Unternehmensberatung Telekommunikation ?
    Wer Telekommunikationsberatung anbietet, oder Studien anfertigt und publiziert, der sollte schon etwas mehr bieten als eine solche Meldung!

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