Myspace will Photobucket übernehmen

Experten gehen von einem Kaufpreis von etwa 300 Millionen Dollar aus

Einer Insiderquelle zufolge will Myspace-Betreiber News Corp das Foto-Sharing-Portal Photobucket übernehmen. Vor der offiziellen Verkündung der Akquisition müssten beide Seiten allerdings noch einige Details klären, schrieb der anonyme Informant am Montag in einem Eintrag im Valleywag-Blog. Finanzielle Einzelheiten sind bisher nicht bekannt, Experten gehen allerdings von einem Kaufpreis von etwa 300 Millionen Dollar aus.

Innerhalb des letzten Jahres konnte Photobucket die Zahl an Unique Usern von neun auf 18 Millionen verdoppeln. Damit liegt die Nummer eins der Foto-Sharing-Sites unter den 50 meistbesuchten Internetseiten. Seine Nutzer stellen täglich rund 45.000 neue Videos ins Netz.

Einen Monat zuvor hatte es noch einen öffentlichen Streit zwischen beiden Unternehmen gegeben. Myspace hatte alle von Photobucket kommenden Videos und Diashows blockiert, weil das Foto-Sharing-Portal seine User dazu aufgefordert hatte, Werbematerial in ihren Videos zu posten. Nach Angaben von Myspace verstieß Photobucket damit gegen die Nutzungsbedingungen der Social-Networking-Site. Anwender durften die Inhalte ab diesem Zeitpunkt weder in ihren Profilen noch in Blogs oder Kommentaren veröffentlichen.

Die Auseinandersetzung endete schließlich damit, dass sich beide Seiten darauf verständigten, mehr miteinander zu kommunizieren. Experten deuteten den Streit bereits als Hinweis auf eine mögliche Übernahme. Ihrer Meinung nach versuchte Myspace mit seiner Blokadetaktik den Kaufpreis zu drücken, indem es Photobucket demonstrierte, wie sehr die Foto-Sharing-Site vom Traffic des Social-Networking-Portals abhängig sei.

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