SAPs US-Chef McDermott rät: Von Deutschland lernen!

Er ist der Chef von SAP in den USA und befindet sich im inneren Zirkel der Macht: ZDNet hat mit Bill McDermott, President und CEO bei SAP Americas and Asia, über die Konkurrenz und die Trends im IT-Markt gesprochen.

Nach dem Ausscheiden von Shai Agassi aus der Führungsriege von SAP gilt Léo Apotheker als der neue Kronprinz. Direkt an ihn berichten nur eine handvoll Manager, darunter der President & CEO, SAP Americas and Asia, Bill McDermott. ZDNet-Korrespondent Harald Weiss traf in auf der Sapphire 2007 in Atlanta.

ZDNet: Herr McDermott, es gab Umorganisationen bei SAP, von denen auch sie betroffen waren. Was ist jetzt Ihr Aufgabenbereich?

McDermott: Ich verantworte jetzt zusätzlich zu dem gesamten amerikanischen Kontinent auch noch die SAP-Aktivitäten in Asien und bin damit verantwortlich für die Hälfte des gesamten SAP-Umsatzes weltweit.

ZDNet: SAPs größter Einzelmarkt sind die USA, wo Sie besonders erfolgreich sind. Doch gerade die amerikanische IT-Welt wird von den großen US-Konzernen beherrscht. Worauf führen sie den beachtlichen Erfolg von SAP in den USA zurück?

McDermott: Da gibt es eine ganze Menge an Erfolgsfaktoren, aber der wichtigste ist sicherlich, dass SAP eine besonders effiziente globale Strategie hat und dass unsere Forschung und Entwicklung äußerst nutzenorientiert ist. Alles was wir anpacken steht von Anfang an unter der Überschrift: Hilft es einen Manager bei seinem Business, lässt es sich weltweit vermarkten, und wir können darin eine führende Position einnehmen. Dieses so genannte Value-Engineering hat uns hier zum Erfolg geführt.

ZDNet: Können Sie das näher erläutern?

McDermott: Im Bereich Software-Engineering gibt es viele gute Firmen und Lösungen auf der Welt. Doch wir bei SAP gehen einen Schritt weiter. Wir sehen uns als Gesprächspartner des Vorstandes. Wir diskutieren nicht über Bits und Bytes, sondern darüber, wie und wo IT dem Finanzchef, dem Personalchef, dem Fertigungschef und natürlich auch dem IT-Chef helfen kann, seine Aufgaben schneller, sicherer und kostengünstiger zu erledigen.

Und dann hören wir zu. Wir wollen wissen, wie und wo es in den Geschäftsprozessen Probleme oder Verbesserungspotenzial gibt. Hier bringen wir dann unseren IT-Sachverstand ein und entwickeln gemeinsam mit den Kunden geeignete Lösungen.

ZDNet: Gibt es Beispiele dafür, die sich hier auf der Sapphire zeigen?

McDermott: Aber ja doch. Am deutlichsten zeigt sich das an unseren neuen Partnerschaften, die alle darauf abzielen, nicht nur unsere Systeme, sondern den gesamten IT-Einsatz in den Unternehmen zu verbessern. Nehmen wir beispielsweise die erfolgreiche Kooperation mit Microsoft bei Duet. Diese Kooperation ist aus der dem Wunsch unser Kunden entstanden, dass die Mitarbeiter nicht laufend zwischen MS-Office und dem SAP-System hin und her wechseln wollen. In weniger als einem Jahr wurden über 400.000 Lizenzen davon abgesetzt.

Hier zur Sapphire haben wir diese Partnerschaft erweitert und bieten jetzt zusammen mit Hewlett-Packard eine Appliance dafür an. Sie dient als Evaluationssystem, damit Unternehmen den Nutzen von Duet mit ihren eigenen Daten bewerten können. Über die mitgelieferten Skripte können die Kunden die Duet-Implementierung unverzüglich starten und testen. Dadurch verkürzt sich die Implementierungsphase von der Erstinstallation bis zur Konfigurierung.

Themenseiten: Business Intelligence, IT-Business, SAP, Strategien

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