IDF: Intel präsentiert Ultra Mobile Platform

Portable Internet-Gerät erscheinen noch 2007

Intel hat heute in Peking auf dem IDF die Verfügbarkeit seiner unter dem Codenamen McCaslin bekannten „Ultra Mobile Platform“ bekannt gegeben. Die Kernkomponenten bestehen aus den Prozessoren A100 und A110, dem Chipsatz 945GU und der Southbridge ICH7U.

Mit der Ultra-Mobile-Plattform 2007 ermöglicht Intel die Entwicklung von sogenannten Mobile Internet Devices (MID), die die Lücke zwischen Notebook und Smartphone schließen sollen. Zahlreiche OEMs wie Asus, HTC und Samsung haben Geräte angekündigt. Von HTC soll der Dopod Shift ab dem dritten Quartal 2007 in den Handel kommen.

Der Vorteil gegenüber bisherigen Chiplösungen für mobile Endgeräte liegt zum einen in der x86-Kompatibilität und zum anderen in der deutlich besseren Performance der Intel-Plattform gegenüber herkömmlichen mobilen Plattformen. So soll die Intel-Lösung auch Video-Chats über WLAN oder Wimax ermöglichen. Während der IDF-Demo stockte allerdings das Videosignal, weil offensichtlich die Verbindung abgebrochen war.

Für 2008 ist bereits eine verbesserte Variante (Codename Menlow) mit einem in 45 Nanometer produzierten Prozessor geplant. Der unter dem Codenamen Silverthorne bekannte Chip ist dabei nicht größer als eine Ein-Pence-Münze. Zusammen mit dem Chipsatz Poulsbo und weiteren Modulen bleibt die Platine für ein MID sehr kompakt (siehe Bildergalerie). Herausragendes Merkmal der für 2008 geplanten Menlow-Plattform ist allerdings eine deutlich bessere Leistungsaufnahme. Die Ultra Mobile Plattform 2007 verbraucht maximal 12 Watt Strom. Die durchschnittliche Leistungsaufnahme soll bei 3 Watt liegen. Intel geht davon aus, dass die Akulaufzeit im Vergleich zur jetzt vorgestellten Ultra-Mobile-Plattform 2007 doppelt so lang sein wird.

Die meisten Prototypen, die Intel auf dem IDF zeigte, wurden mit Windows Vista betrieben. Maximal können die MIDs mit 1 GByte Speicher ausgestattet werden. Allerdings gab es auch eine Variante mit Ubuntu Linux zu sehen. Auf einem Samsung-Gerät war auch ein spezielles User-Interface (Glide) installiert, das für die Bedienung über einen Touchscreen optimiert ist. Geräte mit Stifteingabe oder Tastatur waren ebenfalls zu sehen.

Die Entwicklung von MIDs treibt Intel nicht alleine voran. Zu der heute bekannt gegebenen Mobile Internet Innovation Alliance gehören die Firmen Asus, Benq, Compal, Elektrobit, HTC, Inventec und Quanta Computer. Für genügend Dienste und Anwendungen sorgt die Unterstützung einiger namhafter Softwarehäuser.

Themenseiten: Hardware, Intel, Notebook, Telekommunikation, Windows Vista

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