Vitria setzt auf SOA-fähige Integrationslösung

Vitria hat seine bisherige Integrationsplattform runderneuert: Die bis dato proprietären Schnittstellen sind laut Hersteller dank J2EE-Standard nun "ready for SOA". Zusätzlich öffnet sich das Unternehmen für Open-Source-Komponenten.

Quelloffene Produkte – speziell im Bereich Integration, Application Server, Datenbanken und Messaging – erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Diesem Trend konnte auch Vitria, Anbieter von Software zur Business Process Integration, nicht länger widerstehen. Die Company ist neben Tibco einer der wenigen unabhängigen Anbieter von Integration und Prozess-Management-Lösungen, die am Markt übriggeblieben sind. Konkurrent Webmethods wird, sofern die Behörden mitspielen, bei der Software AG einen sichereren Hafen finden.

Mit gut 52 Millionen Dollar Jahresumsatz zählt Vitria im Vergleich zu Schwergewichten wie IBM, BEA und Oracle zu den kleineren Firmen im Markt für Infrastruktursoftware. Seit März dieses Jahres ist das Unternehmen nicht mehr an der Börse notiert, „um mehr Freiheit für die Entwicklung zu bekommen“, wie es Thomas Egeling, Senior Sales Consultant von Vitria, gegenüber ZDNet ausdrückt. „Umso wichtiger war es für uns, die bestehende Lösung, auf den Java-Standard zu bringen und SOA-fähig zu machen, was eine einfachere Integration von Drittsoftware erlaubt.“ Insbesondere die Kopplung von Infrastrukturbasiskomponenten wie Application Server, Repositorys, Identity Management und Messaging ist damit gemeint, denn die hat Vitria nicht selbst im Angebot.

Bei vielen Kunden – in der Regel Großunternehmen wie Banken und Telekommunikationsanbieter – habe der Anbieter in der Vergangenheit zunehmend Schwierigkeiten gehabt, seine propriertäre Lösung zu verkaufen. „Bei unseren Kunden gibt es keine homogene IT-Welt. Sie wollen beispielsweise ihre Application Server von IBM, Bea oder Oracle weiter einsetzen. Auf diese Lösungen können sie dank der SOA-Fähigkeit nun unser Prozess-Management und die Prozess-Modellierung draufsetzen. Das war bisher nur sehr schwer möglich“, so Egeling.

Mit dem Business Accelerator steht nach Egelings Worten eine infrastrukturunabhängige SOA Integration Suite bereit. Sie stelle Funktionen und Werkzeuge für eine Abstimmung von Geschäftszielen und IT-Infrastrukturen zur Verfügung. Anwender könnten damit Business-Process-Integration-Software, Web-Services, Events und vorhandene unternehmenskritische Applikationen, aber auch manuelle Workflows integrieren. Der Hersteller verspricht damit, Anforderungen etwa für die SOA-Governance (Einhaltung von Standards und Vorschriften), für das Business Process Management (Orchestration und Workflows) und für die technische Integration (Adapter) abdecken zu können. Für letzteres bietet Vitria unter anderem Partnerlösungen von Amberpoint, Iway sowie Jboss/Red Hat mit an.

Themenseiten: IT-Business, SOA, Strategien, Vitria Technology

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