Open-Xchange: Neuer CTO mit großen Plänen

Der Neue bei Open-Xchange ist der alte CTO von Suse: Jürgen Geck stößt zu den Nürnberger Groupware-Spezialisten und will das Unternehmen als Infrastrukturlieferant für eine P2P-Groupware positionieren. Er sieht Microsoft bereits zittern.

Open-Xchange, in Nürnberg ansässiger Anbieter von Groupware-Lösungen auf Basis von Open Source und Linux, hat sich mit Jerry Labie einen neuen CEO gegönnt. Frank Hoberg, der Open-Xchange mitbegründete und bislang leitete, übernimmt die Position des General Managers für EMEA. Ebenfalls neu an Bord: Jürgen Geck als CTO. Er war zuvor zehn Jahren lang in dieser Position beim Linux-Experten Suse tätig.

Geck initiierte als Vice President Technology Partners die Partnerschaften von Suse Linux mit AMD, Fujitsu Siemens Computers, Hewlett-Packard, IBM, Intel, Oracle und SAP. Als CTO etablierte er das erste „Enterprise“-Angebot auf dem Linux-Markt, den Suse Linux Enterprise Server, zusammen mit dem damit verbundenen Maintenance-Modell. Zudem ist Geck Mitbegründer von Eclipse.org. Bei Open-Xchange ist er verantwortlich für die Weiterentwicklung der Technikstrategie.

Erst vor einem Monat hat Open-Xchange eine langfristige Partnerschaft mit dem Webhoster 1&1 bekannt gegeben. 1&1 vermarket unter dem Produktnamen „Mail Xchange“ E-Mail- und Teamwork-Angebote von Open-Xchange. ZDNet befragte Geck zu dem Deal mit 1&1, seinen weiteren Plänen mit der Groupware und seinem Verhältnis zur heutigen Suse-Mutter Novell.

ZDNet: Herr Geck, Sie sind der neue CTO von Open-Xchange – vor wenigen Jahren waren Sie in dieser Position bei Suse tätig. Kann man Open-Xchange als das Sammelbecken für Suse-Veteranen bezeichnen?

Geck: Na ja, das Unternehmen hat 55 Mitarbeiter, zwölf davon waren vorher bei Suse tätig. Wir sitzen halt in der (Nürnberger) Gegend, da bietet sich das an.

ZDNet: Sind Sie zufrieden mit dem, was aus Suse geworden ist?

Geck: Nein, sonst wäre ich dort geblieben. Suse ist nur mehr ein Feigenblatt für Novell.

ZDNet: Was haben Sie eigentlich in der Zwischenzeit gemacht?

Geck: Ich hab geheiratet und einen kleinen Sohn bekommen. Das war und ist fantastisch, aber nun hat es mich wieder dazu gedrängt, als CTO aktiv zu werden.

ZDNet: Was planen Sie denn in Ihrer neuen, alten Rolle?

Geck: Ich war zehn Jahre im Infrastruktur-Bereich tätig und wollte nun für ein Unternehmen arbeiten, das eine Applikation anbietet. Open-Xchange ist nicht nur der Anbieter einer Groupware, sondern auch ein reiner Java-Shop und bietet mir von daher beste Möglichkeiten.

Themenseiten: IT-Business, Open Source, Strategien

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