Satelliten-Radio wegen Urheberechtsverletzungen verklagt

XM erlaube seinen Hörern die Anfertigung illegaler Kopien

Die National Music Publishers Association (NMPA) hat am Donnerstag vor dem New Yorker Bundesgericht Klage gegen die Betreiber des Satellitenradios XM eingereicht. Der NMPA zufolge umgeht der Musikdienst Urheberrechte, indem er seinen Hörern ohne Genehmigung sowie angemessener Entschädigung der Rechteinhaber die Erstellung permanenter Kopien von gesendeten Titeln mithilfe von Geräten wie Pioneers Inno-Player ermögliche.

„Der Service begeht wissentlich umfassende Copyright-Verletzungen auf Kosten der Rechteinhaber, der legalen Online-Musikdienste und letztlich der Verbraucher“, sagte Chefanklägerin Debra Wong Yang. Zwei Monate zuvor hatte XM in einem ähnlichen Fall unter Bezugnahme auf den Audio Home Recording Act von 1992 argumentiert, dass die Aufzeichnung von Musik aus dem Radio für private Zwecke erlaubt sei.

Die NMPA hält indes dagegen, dass die von XM vermarkteten Ipod-ähnlichen Player einem Musikdownloaddienst wie Apples Itunes ähnelten, für den andere Urheberrechte gälten. Sie strebt eine Unterlassungsverfügung gegen XM an und fordert Entschädigungen von bis zu 150.000 Dollar pro verletzten Titel.

„XM zahlt bereits Tantiemen an Texter und Komponisten, die ebenfalls durch unsere Gerätehersteller entschädigt werden“, erklärte XM-Sprecher Chance Patterson. „Wir sind daher zuversichtlich, dass die Anklage fallen gelassen wird und wir siegreich sein werden.“

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