Anonym Surfen: Tools verwischen Spuren

Surfen im Internet hinterlässt Spuren. Wer seine Privatsphäre wahren möchte, muss auf spezielle Tools zurückgreifen, die die Bewegungen im Internet vor den Blicken Dritter schützen. ZDNet stellt diese Woche vier Sicherheitstools vor.

Auch wer nur kurz oder wenig im Internet surft, hinterlässt viele Spuren. Nicht nur die IP-Adresse ist den Betreibern der Webserver ersichtlich, sondern auch Informationen wie das verwendete Betriebssystem, der benutzte Browser, die benutzte Monitorauflösung, um nur die Spitze des Eisberges zu benennen.

Über zahlreiche und auf der ganzen Welt verstreute Proxyserver lassen sich die eigenen Spuren im Internet verwischen. Möchte der User eine bestimmte Webseite besuchen, dann geht die Anfrage nicht direkt an den Webserver mit der Webseite, sondern wird über den dazwischen geschalteten Server geschickt und vernebelt die Herkunft der Anfrage damit.

Surft man ohne Proxyserver im Internet, kann jede Website, die besucht wird, wichtige Daten auslesen. Hier setzt Anonet an: Es verbindet sich mit einem anonymen Proxyserver. Besucht man eine Website, kommen Kommandos nicht direkt über den eigenen PC auf dem Zielserver an. Dadurch macht man sich förmlich unsichtbar und Informationen wie IP-Adresse, Betriebssystem, benutzte Auflösung oder Umgebungsvariablen bleiben so Dritten unzugänglich.

Die IP-Adresse macht Surfer im World Wide Web identifizierbar und JAP beugt Lauschangriffen vor. Das Programm anonymisiert Internetzugriffe, indem es Kommunikationsverbindungen verschlüsselt und über mindestens drei Zwischenstationen leitet – eine sogenannte Mix Proxy Kaskade. Die einzelnen Server werden etwa von Universitäten betrieben. Nicht einmal der Betreiber des AN.ON-Projektes kann herausfinden, welche Verbindungen einem bestimmten Benutzer zugeordnet sind.

Tor verhindert das Speichern von Informationen wie IP-Adresse und Standort, indem sich das Tool zwischen Browser und Webserver setzt. Jede Anfrage wandert durch ein weltweit verteiltes Netzwerk von derzeit 700 Routern, die untereinander die Daten verschlüsselt weitergeben. Auf einem zufällig gewählten Weg zwischen einigen dieser Router wird der Rechner dann aus dem Tor-Netzwerk zum eigentlichen Webserver verbunden, von dem aus die Internetseite abgerufen werden soll.

Im Mozilla Firefox erlaubt Noscript die Ausführung von Javascript, Java und anderen Plugins nur auf vertrauenswürdigen Domains, wie beispielweise Homebanking-Webseiten, die der Nutzer vorher festgelegt hat. Der auf einer Positivliste basierende präventive Ansatz zum Blockieren von Skripten verhindert das Ausnutzen von bekannten und unbekannten Sicherheitslücken ohne Verlust an Funktionalität.

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2 Kommentare zu Anonym Surfen: Tools verwischen Spuren

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  • Am 6. März 2014 um 22:26 von Elgin

    Ich habe viele Websiten probiert, jedoch funktionierte nicht immer alles einwandfrei. Vielleicht lag es auch an meiner Verbindung. Ich habe nämlich nur 1Mit auf der Arbeit. Bei manchen Websiten gab es auch Malware Meldungen. Deshalb bin ich etwas vorsichtig geworden. Für das ändern der Ip benutze ich immer folgende Website perfectproxy.org. Dort hatte ich bis jetzt nie Schwierigkeiten.

  • Am 12. März 2014 um 23:15 von Amalie Blankenburg

    Ich beschäftige mich seit mehreren Tagen mit Apps für das anonyme surfen im Internet. Es gibt viele Vorteile für das nutzen diverser Apps. Doch leider ist das Setup der Programme oftmals heikel. Diverse Betrüger Programme tauchen wiederholt wieder auf. Seit Sonntag verwende ich nur noch eine Website mit dem Namen Proxybuster. Die URL in das freie Feld eingeben und ihr surft ohne lästiger Installation ohne Spuren : proxybuster.org

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