Solides Wachstum im europäischen Hightech-Markt

Gleich zwei Studien belegen die positive Stimmung in Unternehmen bezüglich der Anschaffung neuer Software und des Abschlusses von Verträgen für IT-Services und Datendienste. 63 Prozent der Unternehmen wollen den Personalbestand erhöhen.

Gleich zwei Studien belegen die positive Stimmung in der europäischen ITK-Industrie: Der Bitkom präsentiert eine neue Studie des European Information Technology Observatory (EITO), Schwartz PR und Eurocom Worldwide legen die Ergebnisse einer europaweiten Umfrage unter Hunderten von Führungskräften der europäischen IT-Industrie vor.

Laut der Studie der EITO wird der Markt für Informationstechnik und Telekommunikation (ITK) in der EU dieses Jahr um 2,9 Prozent auf 668 Milliarden Euro wachsen. „Die europäische Hightech-Branche legt weiter stabil zu“, kommentierte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). 2008 soll der europäische ITK-Markt abermals um 2,9 Prozent wachsen, auf dann 687 Milliarden Euro.

Als zuverlässiger Wachstumstreiber zeigt sich die Informationstechnik (IT), mit der die Unternehmen laut Studie dieses Jahr 320 Milliarden Euro Umsatz machen. Das ist ein Plus von 4,4 Prozent. Vor allem Software und IT-Services boomen – mit 6,5 beziehungsweise 5,5 Prozent Zuwachs. Stark gefragt seien vor allem professionelle IT-Dienste wie Outsourcing, Consulting und System-Integration. Auch der Hardware-Markt wächst 2007 voraussichtlich um 1,7 Prozent, 2008 um 2,2 Prozent. Vor allem Notebooks und Multifunktionsgeräte sorgten für ein Nachfrageplus, während der Markt für Desktop-PCs schrumpfe. Unterm Strich erwarten die EITO-Experten für 2008 ein Marktvolumen von 335 Milliarden Euro (plus 4,7 Prozent) in der IT.

Im Telekommunikationsmarkt fällt das Wachstum weniger hoch aus: Hier wächst der Markt in der EU dieses Jahr laut Studie um 1,5 Prozent auf 348 Milliarden Euro und im kommenden Jahr um 1,1 Prozent auf 352 Milliarden Euro. Mit 6,4 Prozent Plus boomen zurzeit vor allem Festnetz-Datendienste wie DSL.

„Breitband-Internet ist in Unternehmen bereits Standard, und die Privathaushalte legen nun nach“, sagte Rohleder. Auch mobile Datendienste seien zunehmend gefragt. Parallel schrumpfe der EU-Markt für Sprachdienste im Festnetz jeweils um rund fünf Prozent pro Jahr. Neben Datendiensten lägen Mobilfunk per UMTS und Internet-Telefonie im Trend. Nachfrageschübe erwartet der Bitkom insbesondere durch IT-Innovationen in den Bereichen Telematik und Navigation, Logistik und RFID, Sicherheitstechnologien und Elektronik im Gesundheitswesen sowie durch die Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung.

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