Kuba wird Open-Source-Land

Zollbehörden arbeiten bereits mit Linux

Die kubanische Regierung will Tausende Computer auf Open-Source-Software umstellen. Damit distanziert sich das kommunistische Land weiter vom US-Konzern Microsoft.

Mehrere kubanische Minister haben den Schritt auf einer Technologie-Konferenz unterstützt. Kommunikationsminister Ramiro Valdes stellte sich in seiner Keynote hinter den Open-Source-Gedanken. Richard Stallman, Präsident der Free Software Foundation, verkündete der Konferenz, dass proprietäre Software vom Prinzip her unsicher sei.

Hector Rodriguez, ein kubanischer Universitätsdozent, will an einer der größten Universitäten Kubas ein Entwicklungsprogramm leiten und damit die Umstellung auf Open-Source-Software unterstützen. Laut Rodriguez sind Kubas Zollbehörden bereits auf Linux umgestellt, das Kultusministerium plane diesen Schritt.

Rodriguez wollte aber laut Associated Press nichts darüber sagen, wie lange die kubanische Regierung brauchen werde, um die Mehrzahl ihrer Computersysteme auf Linux umzustellen. „Ich täte mich schwer damit, zu sagen, dass wir in drei Jahren die halbe Verwaltung migriert hätten“, sagte er den Konferenzteilnehmern. Die Zahl der kubanischen Open-Source-Anwender steigt schnell. In dem Land, das mit veralteter PC-Hardware und langsamen Internet-Verbindungen zu kämpfen hat, gibt es etwa 3000.

Themenseiten: Open Source, Software

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