Computeranwender sind größte PC-Gefahr

Unwissen führt zu Sicherheitslücken trotz ausreichendem Virenschutz

Ahnungslose Computernutzer sind eines der größten Sicherheitsrisikos für PCs. Vor allem die immer weiter verbreiteten WLAN-Netzwerke sind eine Lücke, durch die Eindringlinge leicht Zugang zum PC erhalten, wie die „Welt am Sonntag“ berichtet. Knapp zwei Drittel aller WLANs sind unverschlüsselt, schätzt das deutsche Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Verschlüsselung überfordere Laien oft. So hätten alle im Umkreis von bis zu 40 Metern Zugang zum Computer. Inzwischen gebe es Hacker, die Stadtpläne ins Internet stellten, auf denen Standorte unverschlüsselter WLANs eingezeichnet sind.

Doch nicht nur Privatanwender, sondern vor allem auch Unternehmen sollten sich gut vor Hackerangriffen schützen. „In letzter Zeit haben wir verstärkt chinesische Hackerangriffe festgestellt“, sagt Hans Elmar Remberg, der Vizepräsident des deutschen Bundesamts für Verfassungsschutz. Auch aus der Russischen Föderation sowie Iran und Nordkorea kommen viele Angriffe mit dem Ziel, ihr militärisches Potenzial sowie ihre Wirtschaftskraft zu stärken, erklärt Remberg. Vor allem mittelständische Unternehmen seien aufgrund großer Sicherheitslücken ein leichtes Ziel für Angreifer.

Die besten Sicherheitsvorrichtungen helfen jedoch nicht, solange die Mitarbeiter ihre Verwendung nicht beherrschen. Menschliche Irrtümer und Nachlässigkeit sind laut einer Erhebung des Branchendienstes kes und Microsofts die häufigsten Ursachen für IT-Sicherheitsprobleme. Häufig bleibt das Eindringen eines Hackers jedoch vollkommen unbemerkt. Manchmal hinterlassen sie aber auch Botschaften oder versuchen, den Computerbesitzer zu erpressen. Mit Hilfe von Schädlingsprogrammen, sogenannter Malware, verschlüsseln Hacker die Computerfestplatte und zwingen den Besitzer, Geld auf ein Konto zu überweisen, damit er wieder Zugriff auf seine Daten erhält.

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5 Kommentare zu Computeranwender sind größte PC-Gefahr

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  • Am 19. Februar 2007 um 17:51 von Axel

    Computeranwender sind größte PC-Gefahr
    Ja, was ist nun an dieser Information neu??

  • Am 19. Februar 2007 um 18:40 von Technikfreund

    Niemand kann sich vor der Dummheit anderer schützen…
    Nein, an dieser Nachricht ist absolut nichts neu – das zu Beginn. Eigentlich ist es doch wie beim Autofahren; man muss ja immer mit der Dummheit anderer rechnen :-) Ich finde es gradezu höchst peinlich, ausgerechnet Microsoft bei diesem Thema zu Wort kommen zu lassen: Es ist schon beschämende wenn ausgerechnet dieser Konzern nach XP und IE6 mit dem Finger auf den "dummen" Anwender zeigt. Viel wichtiger wäre mir persönlich der Kommentar eines Sicherheitsexperten irgend einer Firma gewesen. Wie immer wurde wohl nur wieder plump eine Pressemitteilung aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt…

  • Am 20. Februar 2007 um 9:42 von Lutz

    PC-Gefahr
    Ist das alles nicht ein Wink mit dem Zaunspfahl auf die Benutzerunfreundliche Bedienoberfläche von Wondows. Diese chaotische Handeln wird bedingt durch eine schlechte Programmierung und überfordert viele Menschen sicher. Dies zumal viele "Billigangebote" zur Auswahl stehen, die völlig unausgereift sind.
    Es gibt keine einheitliche Handlungsweise für Programme und jeder kann zusammenprogrammieren wie es ihm gefällt. Keine aufeinander abgestimmte Menuegestaltung etc. Dadurch sind Windowsprogramme völlig unlogisch für die etwas ängstlicheren Benutzer, die es gibt.

    • Am 20. Februar 2007 um 12:37 von Major-X

      AW: PC-Gefahr
      Bitte was hat denn Windows schon wieder mit dem Unwissen bzw. Unfähigkeit der User zu tun, die ihre Netze nicht sichern?
      Ich mecker doch auch nicht rum dass Apple User vor lauter falschem Stolz überhaupt keine Sicherheitsvorkehrungen treffen!
      Und überhaupt was heißt hier Bedienerfreundlichkeit? Ich hab kein Problem mit Windows und dessen Bedienung. Und stellt euch vor ich kann auch nach meinem 5. Autowechsel noch Autofahren. Ja Hilfe ich musste mich umstellen. Die Knöpfe waren auf einmal nicht mehr am selben Fleck. Die Farbe war auch anders und überhaupt und sowieso.
      Fällt euch nix besseres ein als immer nur so ein hirnrissiges Geschwafel?

  • Am 20. Februar 2007 um 22:16 von Ralf Kern

    Privater Schutz? In Praxen weit aus mehr Gefahr!
    Das Internet hat schon lange wenn auch zuerst über Umwege den Weg in viele Praxen gefunden. Das sich aber genau in diesen die ungeschütztesten Netzwerke befinden. Die enthaltenen umfangreichere Daten und Fakten wie fast jeder deutsche Privatcomputer. Denn die können das Leben jedes Bürgers in Kurzzeit schnell und umfassend total zerstören. Trotzdem machen alle ein Theater um die private Sicherheit. Doch wohl nur um von der Realität abzulenken oder um den nutzen offener Praxisnetzwerke und den einfachen Zugang zu Patientendaten tot zu schweigen. Um sie weiterhin nutzen zu können? Denn weit aus mehr Privatleute kennen und beachten heute mögliche EDV-Gefahren wie Ärzte, Unternehmer und sogar unsere Beamten und Politiker.
    Denn die hat die lästige neue Technik total überrollt. Doch nutzen müssen sie sie trotzdem. Also einfach mal drauflos. Oder? Was hilft denn da noch der beste private Schutz? Wenn unsere Banken, Versicherungen, Arbeitgeber und viele andere weit aus brisantere Daten über uns haben? Da ist Reaktion und Aktion angesagt! Und nicht nur um mehr Virenscanner, Firewalls oder Antispyware verkaufen zu wollen.

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