Palm-Chef: Iphone ungeeignet für Geschäftsleute

Telefonfunktion wirke wie zufällig eingebaut

Ed Colligan, der Konzernchef und Mitbegründer von Palm, scheint sich keine großen Sorgen über die angekündigte Konkurrenz von Apples Iphone zu machen. In einem Interview im Rahmen der Mobilfunkmesse 3GSM sagte er gegenüber der „Schweizer Sonntagszeitung“, das Iphone sei für Geschäftsleute und anspruchsvolle Endnutzer aufgrund des berührungsempfindlichen Bildschirms ohne echte Tastatur eine Herausforderung. Das Iphone sehe „eher nach einem hoch entwickelten Mediaplayer aus, der per Zufall noch ein Telefon eingebaut hat“, so Colligan im Interview.

Die Tatsache, dass Apple neu in dem Bereich ist, macht Colligan skeptisch, ob Apple die Erwartungen der Konsumenten halten kann. Immerhin seien Hersteller wie Nokia, Motorola oder Samsung schon seit 25 Jahren im Geschäft. Bis heute sei es ihnen nur annähernd gelungen, ein gutes Smartphone zu entwickeln, das auf allen Netzen der Welt funktioniere. Auch der hohe Preis des angekündigten Mobiltelefons lässt Colligan zweifeln, ob sich Apple am Handymarkt durchsetzen kann: „Unser Palm Treo weist schon längst 90 Prozent aller Iphone-Eigenschaften auf. Und dies zu einem viel niedrigeren Preis“, erklärt der Konzernchef.

Palm konzentriert sich bei seinen Smartphones auf gute Funktionalität und ansprechende Form. Die Ansprüche der Nutzer, also das Verschicken von E-Mails und SMS sowie eine praktische Kalenderfunktion stehen im Mittelpunkt der Palm-Produkte. „Palm bietet die richtige Technik für eine möglichst effiziente Handhabung dieser Aufgaben“, sagt Colligan. Multimedia sei hingegen eher zweitrangig. Zu viele Multimediafunktionen könnten negative Auswirkungen auf den Akkuverbrauch, den Speicherbedarf oder die Verbindungsgeschwindigkeiten haben.

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10 Kommentare zu Palm-Chef: Iphone ungeeignet für Geschäftsleute

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  • Am 19. Februar 2007 um 8:39 von HatKeinenIPod

    Keine Ahnung
    Hallo Herr Colligan!
    Sie haben wohl die Zielrichtung von Apple nicht verstanden. Die Kunden, die sich ein iPhone kaufen werden, wollen einen Mediaplayer, mit dem man auch telefonieren kann!
    Sie brauchen sich keine Sorgen um Ihre Business-Kunden zu machen. Ich habe bisher auch noch niemand gesehen, der seinen iPod als Diktiergerät für geschäftliches verwendet…

    • Am 19. Februar 2007 um 15:38 von Lutz

      AW: Keine Ahnung
      Sicher ist das iPhone nichts für Wurstfinger und Leute ohne Geschmack und Verstand. So kann er schon bei einigen Geschäftsleuten recht haben.

  • Am 19. Februar 2007 um 8:45 von overfiend

    die i-generation bitte nicht unterschätzen
    ich glaube, da unterschätzt jemand die i-generation. es gibt mehr als genug leute, für die ist es ein ausreichendes kaufargument, wenn einem produktnamen ein "i" vorgestellt wird. wenn es dann noch "modern" ist und gut aussieht, dann sind preis und funktionalität nebensache.

    außerdem: seit wann setzt sich das beste produkt am markt durch? vhs ist erfolgreich geworden, windows ist erfolgreich geworden – das waren bestimmt nicht die besten produkte zum zeitpunkt ihrer entstehung.

  • Am 19. Februar 2007 um 22:00 von Mario von Höfen

    Iphone
    Na ja ich denke mal das die Leute von Palm nur neidisch sind weil sie mal wieder hinter her hängen. Ich erninner nur mal an den Newton von Apple der war seinen Konkurenten um längen vorraus. Und na ja das iPhone wird seinen weg gehn wie der iPod. Man kann ja schließlich Softwäre auf diesen Geräten installiern also. Wird das schon werden. Ich glaube es gibt noch kein Mobiltelefon am Markt das seine Firmwäre selbst Upgradet. Der iPod video macht es also wird Apple so schlau sein und das auch beim iPhone machen.

  • Am 20. Februar 2007 um 9:19 von Marcus

    Business ist nicht die Zielgruppe
    Wenn man sich mit den bereits bekannten Informationen des iphone auseinandersetzt, wird schnell klar, dass Geschäftskunden nicht die Zielgruppe sein können. Dagegen spricht Apples Strategie in Bezug auf das Gerät:
    1. Außer Apple soll niemand Anwendungen für das iPhone entwickeln dürfen. Dass IT-Dientleister gemäß Kundenwünschen Lösungen bauen, ist somit unmöglich.
    2. Mobile für Maintenance wird somit auch nicht damit möglich sein, das das Gerät für solche Einsatzgebiete nicht abgesichert genug ist.

    Mal davon abgesehen ist am iPhone nur eine Sache wirklich neu – nämlich dass der berührungsempfindliche Bildschirm gleichzeitig mehrere Berührungen verarbeiten kann. Kombiniert mit dem neuen Bedienkonzept, macht da natürlich ordentlich was her.
    Doch mal ganz ehrlich. Alles andere kennt man doch schon von anderen Geräten. Als Endanwender fände ich es zudem sehr bedauerlich, dass man die geladenen Musikstücke nicht auch als Klingelton verwenden kann. Auch gibt es nicht einen Messenger für EMail, SMS und MMS sondern jeweils separate Programme. Klingt eigentlich nicht sehr ergonomisch.
    Das Gerät ist sicherlich trendy aber in jedem Fall noch verbessenrungswürdig. Außerdem sollte Apple noch einmal über ihre Softwarepolitik nachdenken.

    • Am 20. Februar 2007 um 9:50 von :Lutz

      AW: Business ist nicht die Zielgruppe
      Es heisst "über seine Softwarepolitik" (Der Konzern).

      Na ja Du Schlaumeier. Das Problem einer eierlegenden Wollmilchsau ist, dass es Sie nicht gibt. Die Applikationen sind wie es sich für OSX gehört benannt und programmiert. Eine EMail ist nun mal keine SMS oder MMS. So ist es sicher besser die Ausgabe getrennten Programmen zuzuordnen. Viele Menschen (gerade ältere) haben Ihre Schwierigkeit mit der Unterscheidung der einzelnen Dienste und so ist es günstiger die Dienste mit unterschiedlichen Programmen zu bedienen. Ausserdem haben die verschiedenen Dienste z.T . unter schiedliche Anbieter und die Kosten sind auch zum Teil extrem unterschiedlich. (Mail bei iPhone kostenlos – Yahoo Push Mail) SMS und MMS kosten ordentlich Geld.

    • Am 21. Februar 2007 um 10:15 von Marcus

      AW: AW: Business ist nicht die Zielgruppe
      Gibt es irgendeinen Grund persönlich zu werden? Habe ich Dir was getan (bzgl. Schlaumeier). Auch habe ich nichts gegen das iphone. Ich ziehe es jedoch vor Neuheiten nüchtern zu betrachten und mich nicht unkritisch von einem Hype mitreißen zu lassen. Mal abgesehen davon kann ich Deinen Einwand nicht nachvollziehen. Meines Erachtens ist ein Messenger für alles einfacher als drei Programme. Alles was man zur Unterscheidung braucht ist bestenfalls ein Dropdown oder eine umschaltbares Icon das den Modus unterscheidet. Selbst für ältere Menschen kaum eine Herausforderung. Mal abgesehen davon, das ein iphone sicher eher an jüngere Leute adressiert ist.

  • Am 20. Februar 2007 um 12:31 von hugom

    schade für Palm
    Die Aussagen des Palm Chefs zeugen von Überheblichkeit und mangelnder Fähigkeit die Zeichen der Zeit zu erkennen.
    Mein Tungsten wird wahrscheinlich der letzte Palm sein, den ich verwende, wenn Palm es nicht versteht, ein Gerät wie den TX, aber mit Telefonfunktionalität, auf den Markt zu bringen…

  • Am 29. März 2007 um 14:51 von Robin Mayer

    Palm contra I-Phone
    Die Aussage scheint mir mehr aus der Defensive zu kommen. Als langjähriger Palm-Nutzer muß ich sagen, daß das IPhone genau das Gerät ist, nachdem ich suche. Es stimmt zwar, daß ein Palm TX fast alle Funktionen eines Iphone hat, trotzdem kann und will ich mir diesen nicht zum telefonieren ans Ohr halten, und die verfügbaren Smart-phones haben eben doch nicht die gleichen Funktionen. Momentan trage ich ein Mobiltelefon, einen Palm PDA und einen Ipod mit mir herum. Iphone bietet das alles in einem Gerät, hat einfachere Syncronisation, eine ausgereiftes OS (X) und wenn er wirklich so funktioniert, einen brauchbaren browser (Safari). Und dazu noch den mail-push-dienst. Der Preis ist immernoch billiger als meine 3 Geräte die ich momentan habe. Ich freu mich drauf.

  • Am 3. Juni 2007 um 23:22 von Max

    Apple Jünger
    Warum müssen eigentlich immer alle Besitzer eines Apple-Geräts anderen Leuten ihre Produkte aufschwatzen? Manchmal hat man das Gefühl, Steve Jobs hätte eine Sekte gegründet und keine Computerfirma. Ich arbeite jeden Tag mindestens 8 Std. mit OS X (Druckvorstufe) und mir ist zuhause mein Windows trotzdem lieber.

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