Die Linux Foundation gibt den doppelten Pinguin

Zwei Linux-Konsortien sind zu einem geworden: Die Open Source Developer Labs und die Free Standards Group haben sich zur Linux Foundation zusammengeschlossen. ZDNet sprach mit dem Leiter Jim Zemlin.

Die Open Source Developer Labs (ODSL) und die Free Standards Group, zwei Gruppen, die versuchen, Linux zu standardisieren und die Entwicklungsrichtung vorzugeben, haben sich zusammengeschlossen. Die neue Gruppe nennt sich Linux Foundation. Gemeinsam wird die Foundation über ungefähr 45 feste und freie Mitarbeiter verfügen. „Es ist sinnvoll, zwei Organisationen zusammenzufügen, die ähnliche Funktionen haben und viele gemeinsame Mitglieder“, so Jim Zemlin, ehemaliger Geschäftsführer der Free Standards Group und jetzt Leiter der Foundation.

Die Open Source Developer Labs, bei denen Linux-Erfinder Linus Torvalds angestellt ist, wurden 2000 gegründet, um das Betriebssystem für High-End-Server zu verbessern. Inzwischen beschäftigt sich die Organisation mit zahlreichen anderen technischen Bereichen. Im Dezember reduzierten die OSDL ihre Mitarbeiterschaft und verloren ihren CEO Stuart Cohen.

Die Free Standards Group war für die Linux Standard Base (LSB) verantwortlich und bemühte sich, die Schnittstelle zwischen dem Betriebssystem und Anwendungen zu stabilisieren, so dass Software ohne Modifikation auf unterschiedlichen Versionen von Linux laufen kann.

Beide Gruppen können eine beachtliche Liste angesehener Unternehmen als Sponsoren vorweisen. Keine aber verschaffte sich so viel Einfluss wie etwa der Branchenriese Red Hat, der den kommerziellen Linux-Markt international dominiert. Aber es ist durchaus möglich, dass die Foundation einflussreicher sein wird als die separaten Gruppen, aus denen sie hervorgegangen ist, meint Tony Iams, Analyst bei Ideas International, besonders wenn die technischen Beziehungen der OSDL zur Unterstützung der Standardisierungsbemühungen der FSG genutzt werden.

Standardisierung wird immer wichtiger, denn der Wunsch der Kunden nach Stabilität steht häufig dem Gutdünken der unabhängigen Entwicklergemeinde gegenüber. „Die Abwärtskompatibilität wird immer mehr zum Problem, je mehr neue Linux-Versionen herauskommen“, sagte Iams. „Wenn man genauer hinschaut, wird man feststellen, dass ältere Anwendungen immer schwerer zum Laufen zu bringen sind.“

Themenseiten: IT-Business, Linux, Open Source, Strategien

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