Warum es mit 802.11n nur langsam vorangeht

Im Falle des 802.11n-Standards für WLAN stoßen die Entwickler auf fundamentale Grenzen von Funkverbindungen. Die Marketingabteilungen sehen über die Probleme großzügig hinweg. Ob die Ratifizierung des Standards Mitte 2007 eine Besserung bringt, ist ungewiss.

Manchmal funktioniert Marketing schon fast zu gut. Mit dem berühmten Gesetz von Gordon Moore im Hinterkopf gehen Benutzer von technischen Geräten wie selbstverständlich davon aus, dass regelmäßige Zugewinne an Geschwindigkeit Hand in Hand einhergehen mit niedrigerem Stromverbrauch und höherer Benutzerfreundlichkeit. Leider spielen die Naturgesetze da nicht immer mit.

Bislang hing die Menge der Daten, die man mit einem Funksignal oder einer Trägerwelle übertragen konnte, nur davon ab, wie ausgeklügelt das Modulationsschema ist, also die Art und Weise, wie Amplitude und Frequenz dieses Signals verändert werden, um die übertragenen Daten darzustellen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestanden die ersten drahtlosen Übermittlungen in der Übertragung von Daten in Form von Morse-Code mit ungefähr zwei Bit/s auf einem extrem breitbandigen Trägersignal, nämlich weißem Rauschen von einer Funkenstrecke.

Hundert Jahre später modulierte der ursprüngliche 802.11-Standard 1 MBit/s auf einem extrem reinen Mikrowellensignal, indem dessen Phase zwischen zwei Zuständen verschoben wurde. Dies beeindruckte durch Präzision, Bandbreite und niedrigen Kosten, im Prinzip handelte es sich jedoch um den direkten Abkömmling von Techniken, die im Krieg für Fernschreibesysteme erfunden worden waren.

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