1 Terabit pro Quadratzoll: Nano-Lochmuster ermöglichen dichtere Festplatten

Fujitsu ermöglicht eine deutliche Kapazitätserweiterung durch die sogenannte Patterned-Media-Technologie. Sie erlaubt eine eine eindimensionale Anordnung von Nano-Lochmustern mit einem bisher unerreichten Abstand von 25 Nanometern.

Sowohl in Unternehmen als auch im Mobil-Bereich wächst die Nachfrage nach Festplatten mit hohen Kapazitäten, vor allem nach Modellen mit kleinem Formfaktor. Hersteller von Datenbankservern und NAS- sowie SAN-Systemen benötigen diese Platten zur Entwicklung von Produkten, die höhere Speicherkapazitäten aufweisen. Gleichzeitig sollen sie aber weniger Energie benötigen und weniger Hitze ausstrahlen als bisherige Modelle. Auch die Hersteller von Unterhaltungselektronik und Notebooks zeigen großes Interesse an neuen HDD-Technologien, um den Bedarf des Marktes an flachen Hochleistungsgeräten erfüllen zu können.

Fujitsu Europe hat nun zusammen mit Yamagata Fujitsu, Fujitsu Laboratories und der Kanagawa Academy of Science and Technology (KAST) neuerlich einen Durchbruch in der Festplattentechnologie mitgeteilt. Im Feld des Magnetic Recording habe man mit Hilfe der Patterned-Media-Technologie eine eindimensionale Anordnung von Nano-Lochmustern mit einem bisher unerreichten Abstand von 25 Nanometern erzielen können. Das neue Verfahren wurde gerade auf der MMM/Intermag Conference in Baltimore/USA präsentiert. Damit seien nun Festplattenaufzeichnungen mit einem Terabit pro Quadratzoll möglich.

Zusätzlich präsentierte Fujitsu auf der Konferenz eine Perpendicular-Magnetic-Recording-Aufzeichnung (PMR) unter Verwendung des Random-Patterned-Mediums. Bei diesem Verfahren wird ein Soft-Underlayer-Untergrund (SUL) verwendet. Dieser Vorstoß in Patterned Media Recording folgt direkt auf die im November 2006 von Fujitsu vorgestellten Entwicklung eines optischen Elements für Thermal Assisted Recording.

Bereits im Juni 2005 hatte Fujitsu erste Forschungsergebnisse mit Patterned Media Recording bekannt gegeben. Seinerzeit wurden erstmals Aluminiummedien mit Hilfe der Pre-Pit-Technik bearbeitet, wodurch Nano-Lochmuster mit hoher Dichte und geordneten Strukturen erzielt werden konnten. Eine Methode namens Land/Groove-Strukturierung erlaubt zusätzlich die Erzeugung von diskreten Spuren, in welche die Nano-Lochmuster geformt werden können. Diese Fortschritte in der Patterned-Media-Technologie dienten als Grundlage zur Entwicklung von neuen Festplatten mit hohen Speicherkapazitäten und kleinerem Formfaktor. Zuletzt hatte Fujitsu im Storage-Bereich Ende vergangenen Jahres durch ein optisches Element für Thermal Assisted Magnetic Recording von sich reden gemacht.

Die Entwicklung des Patterned-Media-Verfahrens mit Nano-Lochmustern wird durch das „Research Program on Development of Innovative Technology“ der Japan Science and Technology Agency unterstützt.

Neueste Kommentare 

Noch keine Kommentare zu 1 Terabit pro Quadratzoll: Nano-Lochmuster ermöglichen dichtere Festplatten

Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *