Telekom stellt Antrag auf Erhöhung der TAL-Entgelte

Teilnehmeranschluss soll 12,03 Euro statt 10,65 kosten

Die Deutsche Telekom hat heute bei der Bundesnetzagentur einen Antrag auf Erhöhung der monatlichen Entgelte für die Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) gestellt. Der Konzern will die Gebühr von derzeit 10,65 auf 12,03 Euro anheben.

Er forderte zudem, dass die Kosten für einen sozialverträglichen Personalumbau bei der Ermittlung der Gebühren für die Leistungsbereitstellung berücksichtigt werden. Die Bundesnetzagentur habe dies schon vor längerer Zeit anerkannt, teilte das Unternehmen mit. Beim TAL-Entgelt sei die Anrechnung der Kosten aber bislang ausgeblieben.

Ein zu niedriges TAL-Entgelt entwerte nicht nur Investitionen ins Netz der Telekom, sondern auch in alternative Breitbandtechnologien anderer Netzbetreiber und Investitionen in TV-Kabelnetze. Für die investierenden Marktteilnehmer müsse durch angemessene Entgelte für die Mitnutzung der Netze erkennbar sein, dass Investitionen in den Aufbau von Breitbandtechnik honoriert würden. Das Entgelt für die Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung sei dafür ein wichtiger Gradmesser, erklärte der Konzern.

Andere Telekommunikationsunternehmen zahlen das TAL-Entgelt monatlich an die Telekom, um deren Leitungsnetz nutzen zu dürfen. Mit der TAL können die Anbieter ihre Kunden direkt an ihr eigenes Netz anbinden. Im September 2006 hatte die Telekom insgesamt rund 4,3 Millionen Teilnehmeranschlussleitungen vermietet.

Themenseiten: Business, Deutsche Telekom AG, Telekommunikation

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1 Kommentar zu Telekom stellt Antrag auf Erhöhung der TAL-Entgelte

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  • Am 22. Januar 2007 um 14:59 von Der Skeptiker

    Oligopol
    Im Oligopol zeigen alle Preise meist nach oben. Ich bin der Meinung, dass RegTP hier einen Riegel vorschieben sollte.

    Die Kupfer TAL-Leitungen gehören bereits uns. Wir haben sie im Monopol bezahlt. Niemand sollte Breitband mit TAL vermischen. Ein Neuanschluss sollte etwas kosten. Neuanschluss und nicht umklemmen. Echte Neuanschlüsse gibt es eh fast keine mehr. Die Bauindustrie liegt am Boden.

    Und das Breitband? Ein Routerport kostet einmalig rund 5 EUR. Uns monatlich für so ein Paket über 20 EUR abzuzocken ist schon dreist. Traffic wird ja sowieso extra berechnet.

    Am Ende des Tages versucht hier der große Konzern tolle Vorstandsgehälter, gewerkschaftliche Tarifabschlüsse und Dividenden auf dem Rücken der Verbraucher zu erhöhen.

    Erst Leistung – dann Bezahlung.

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