US-Umweltbehörde will mit Online-Satellitendiensten zusammenarbeiten

Umweltdaten sollen einfacher und schneller verfügbar sein

Die amerikanische Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) will zukünftig mit der Hilfe von Online-Satellitendiensten über mögliche Umweltbedrohungen informieren. Ein EPA-Repräsentant hat am Mittwoch Pläne bekannt gegeben, wonach wissenschaftliche Daten über Dienste wie Google Earth und Microsoft Virtual Earth zugänglich gemacht werden sollen.

Die EPA beabsichtigt mit diesem Schritt, mehr Aufmerksamkeit auf die eigene Arbeit zu lenken und das Umweltbewusstsein zu stärken. Bundesbehörden, Unternehmen und Dienstleistern wie Immobilienmakler sollen einen einfacheren Zugriff auf alle Daten erhalten. Die Umweltdaten können eine wichtige Rolle bei Erschließungsvorhaben oder Immobilienverkäufen spielen.

Für den Anfang hat die EPA eine einzelne XML-Datei zur Verfügung gestellt, die Informationen über 1600 Standorte aus der nationalen Prioritätenliste enthält. Die Superfund National Priority List enthält Angaben zu den gefährlichsten Deponien, Chemiefabriken oder Standorten, die der Umweltverschmutzung verdächtigt werden. Bis zum Jahresende hofft die EPA, Daten von mindestens 100.000 Objekten anbieten zu können. Dabei soll auch die Lagerung oder Verarbeitung von Gefahrgut, Luftverschmutzung und der Ausstoß giftiger Substanzen berücksichtigt werden.

„Wir möchten die Anbieter von Kartendiensten ermutigen, Umweltdaten anzubieten. Wir hoffen, dass unsere Daten eine gute Grundlage sind“, sagte Pat Garvey, einer der EPA-Projektmanager. Die Anregung für das Projekt hatte Google Earth geliefert. Google hatte im letzten Jahr Daten aus der National Priority List angefragt, um sie in seinen Kartendienst einzuarbeiten. Bisher hatte die EPA für viele Datenanfragen das Ausfüllen von schriftlichen Anträgen zur Voraussetzung gemacht. Die Daten wurden dann als CD verschickt und waren oftmals nicht aktuell, sagte Garvey.

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