Linux Australia: Statt Vista-Schulung besser Linux einführen

"Vista-Launch stellt eine Chance für Linux dar"

Nach Ansicht des Präsidenten von Linux Australia, Jonathan Oxer, ergibt sich mit dem Start von Windows Vista für viele Linux-Distributoren die Chance, im Business-Bereich Boden auf Microsofts Betriebssystem gut zu machen. Anstatt das Personal auf die neue Windows-Version umschulen zu lassen, könnten Administratoren ebenso gut auf Linux umsteigen, sagte Oxer.

„Die Leute haben die Wahl – sie müssen mit der Umschulung auf das neue Vista-Interface längere Unterbrechungen am Arbeitsplatz in Kauf nehmen. Ein Wechsel auf Linux würde keine größeren Störungen nach sich ziehen“, erklärte Oxer. Er erwarte, dass viele Firmen sehr genau darüber nachdenken werden, bei ihrem nächsten Aktualisierungszyklus nicht auf Vista, sondern auf eine linuxbasierte Plattform umzusteigen. Es werde sehr interessant sein, zu sehen, was in den nächsten zwölf bis 18 Monaten geschehe.

Gleichzeitig kritisierte Oxer Microsoft für den bewussten Verzicht auf wichtige Neuerungen, wie das Dateisystem Win-FS, um Marketing-Termine einzuhalten. „Vista stellt zwar eine große Verbesserung gegenüber bestehenden Systemen dar, aber es enthält keine der bahnbrechenden Änderungen in der grundlegenden Architektur, die wir alle erhofft haben.“ Angesichts des langen Zeitraums seit dem letzten großen Windows-Release im Oktober 2001 enttäusche das neue Betriebssystem daher ein wenig, so Oxer.

Themenseiten: Linux, Microsoft, Open Source, Software, Windows Vista

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3 Kommentare zu Linux Australia: Statt Vista-Schulung besser Linux einführen

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  • Am 16. Januar 2007 um 11:14 von Michael

    Realitätsverlust?
    Ich weiss nicht, wie wahr solche Meldungen jeweils sind aber wenn diese Aussage stimmt, dann kann ich dann ich diesen Herrn nicht ernst nehmen und attestiere ihm Realitätsverlust. "Die Leute haben die Wahl – sie müssen mit der Umschulung auf das neue Vista-Interface längere Unterbrechungen am Arbeitsplatz in Kauf nehmen. Ein Wechsel auf Linux würde keine größeren Störungen nach sich ziehen"

    Mit so einer Aussage disqualifiziert sich ein „IT-Kenner“ gleich selber. Und ich persönlich finde, das ist unseriös und wirkt nicht vertrauenswürdig. Jeder, der schon mal einen neuen Client ausgerollt hat, weiss das. Wenn die Linuxgemeinde schon der Meinung ist, das Vista nicht so toll ist und das der Geschäftsanwender mit Linux besser fährt, dann soll sie ihre Kampagnen auch professionell und fundiert ausrollen.

    • Am 16. Januar 2007 um 11:52 von Meaper

      AW: Realitätsverlust?
      Ich bin der Meinung, dass für Windows-Nutzer ein Umsieg auf Vista wesentlich einfacher sein wird als ein Umstieg auf Linux.

      Die Aussage, dass der Umstieg "keine großen Störungen" nach sich ziehen ist einfach lächerlich, da neben dem Betriebssystem auch noch die komplette Anwendungssoftware getauscht werden muss.

      Der Gedanke an einen Umstieg ist sicherlich nicht falsch, jedoch sind die Aussagen von sogenannten "Linux-Experten" völlig irreführend und das, meiner Meinung nach, mit voller Absicht!

    • Am 16. Januar 2007 um 12:17 von Chris

      AW: Realitätsverlust?
      Genau, stimme voll zu. Wenn in einem Unternehmen Linux statt Vista ausgerollt wird ist die Ausfallzeit durch Schulungen eher höher, da neben dem Betriebssystem auch Anwendungen geschult werden müssten.

      Dass durch den Vista-Launch eine Chance für Linux in Unternehmen besteht möchte ich gar nicht abstreiten – allerdings muss sich die Linux-Gemeinde darüber bewusst sein (und dies im Gegensatz zu dem Herrn auch klar sagen), daß es Anfangs eine größere Umstellung für die Mitarbeiter und mehr Arbeit für die Admins bedeutet. Ob dann noch ein Wechsel zu Linux lohnt muß jeder selber wissen.

      Aber solche Aussagen kennen wir von den OSS’lern ja zur genüge. Sie wollen mit aller Gewalt alles andere (vor allem MS) nieder machen und greifen genauso wie die Konzerne (sei es nun Apple, IBM oder MS) zu "schmutzigen Tricks" und falschen Behauptungen, stellen sich aber andererseits als die "Allergutsten" und Heilsbringer dar. Dadurch kann Linux und die gesamte OSS-Szene nur leiden.

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