Bill Gates auf der CES im Interview: Server für alle!

Der Microsoft-Chairman erklärt im Gespräch mit ZDNet am Rande der CES in Las Vegas, warum auch der Durchschnittsnutzer einen Server benötigt. Für dessen Einrichtung brauche man nicht unbedingt ein Technikfreak zu sein.

Nachdem er dafür gesorgt hat, dass die meisten Haushalte inzwischen mit einem PC ausgestattet sind, will Bill Gates die Leute nun zum Kauf eines Servers bewegen. Im Rahmen seiner Eröffnungsrede am Sonntag auf der alljährlichen Consumer Electronics Show in Las Vegas präsentierte Gates den Windows Home Server. Es handelt sich um ein für Privatanwender gedachtes Gerät, das als zentraler Speicherplatz für Fotos, Musik und andere Medien in digitaler Form dienen soll.

Die ersten Produkte sollen noch in diesem Jahr von Herstellern wie Hewlett-Packard auf den Markt gebracht werden. Man plane Geräte, die für weniger als 500 Dollar angeboten werden können.

Im Interview spricht der Microsoft-Chairman mit ZDNet/CNET darüber, warum auch Privatanwender einen Server haben sollten, warum man für dessen Betrieb kein Diplom in Informatik benötigt, und welche Hindernisse es auf dem Weg zum digitalen Heim noch zu überwinden gilt.

ZDNet: Eines der Themen, über die Sie auf der CES gesprochen haben, ist ein neuer Heimserver. Warum brauchen auch Privatanwender einen Server?

Gates: Wenn man mehrere PCs benutzt, gibt es Dateien, auf die man jederzeit zugreifen können möchte – egal, welche PCs gerade eingeschaltet sind. Außerdem kann man bei einem Server ganz einfach zusätzliche Speicherkapazität ergänzen. Man braucht sich keine Gedanken über Laufwerksbuchstaben zu machen oder Dateien hin und her zu schieben. Außerdem erhält man so Redundanz: Man kann seine Daten selbst bei einem physischen Ausfall wiederherstellen.

ZDNet: Bedeutet das, dass man für zu Hause auch einen Serveradministrator anstellen muss?

Gates: Keinesfalls. Es ist wichtig, dass man sich genau anschaut, zu welchem Zweck dieses Gerät entwickelt wurde. Es soll leicht einzurichten sein, und dann soll man sich darum überhaupt nicht mehr kümmern müssen. Der Fernzugriff war schwierig einzurichten, so dass wir uns darauf konzentriert haben. Den Server so zu konfigurieren, dass alle Daten wiederherstellbar sind, war ebenfalls schwierig. Genauso das Hinzufügen von Speicherkapazität. Aber wir sind sehr zufrieden mit dem, was wir bei diesem Produkt erreicht haben. Wir glauben, dass es ein wirklich bahnbrechendes Produkt ist. Wer zu Hause mehrere PCs im Einsatz hat, wird unseren Server sehr interessant finden.

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1 Kommentar zu Bill Gates auf der CES im Interview: Server für alle!

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  • Am 17. Januar 2007 um 16:20 von jokoe

    Server
    Die Idee ist grundsätzlich interessant, aber es ist mir der Zusatznutzen noch nicht ganz klar. Wenn es nur um Dateien geht, kann man doch auch eine NAS Storage verwenden.

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