Flughafen Heathrow testet biometrische Scans

Sicherheit und Abfertigung sollen verbessert werden

Der Londoner Flughafen Heathrow hat am Mittwoch das Versuchsprogramm Misense vorgestellt. Im Rahmen der Versuchsreihe sollen 2000 Passagiere der Fluglinien Emirates und Cathay Pacific auf ihren Flügen nach Dubai und Hong Kong erfasst werden. Die Testreihe soll Ende Januar 2007 abgeschlossen sein und biometrische Fingerabdrücke sowie Iris-Scans erfassen.

Der Basis-Scan beinhaltet einen Scan des Ausweises und des rechten Mittelfingers an einem Selbstbedienungsschalter. Bei einem erweiterten Scan werden alle zehn Finger, beide Augen und das Gesicht erfasst. Der Passagier erhält für zukünftige Reisen eine Smartcard mit den gescannten Daten.

Die Flughafenbehörden und die britische Regierung versprechen sich von biometrischen Scans eine Vereinfachung der Abfertigung und eine Verbesserung der Sicherheit. Der für Einwanderungsfragen zuständige Minister Liam Byrne sieht keine Einschränkung der Bürgerrechte. „Wer nichts zu verbergen hat, muss sich auch keine Sorgen machen“, sagte Byrne.

Im Rahmen der Testphase soll der Abgleich der gewonnen Daten mit verschiedenen Datenbanken von Regierung, Geheimdiensten und Einwanderungsbehörden erprobt werden. Neben der britischen Regierung, dem Flughaben und den beteiligten Fluggesellschaften sind die Einwanderungsbehörden in Dubai und Hong Kong an diesem Projekt beteiligt. Zu den Kosten der Versuchsreihe wurde nur gesagt, dass alle beteiligten Parteien ihre eigenen Kosten tragen.

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

1 Kommentar zu Flughafen Heathrow testet biometrische Scans

Kommentar hinzufügen
  • Am 8. Dezember 2006 um 12:25 von Mars

    Recht auf informationelle Selbstbestimmung
    Der für Einwanderungsfragen zuständige Minister Liam Byrne sieht keine Einschränkung der Bürgerrechte. "Wer nichts zu verbergen hat, muss sich auch keine Sorgen machen", sagte Byrne.

    Das ist bei " 1984 " so ähnlich formuliert worden. Was davon zu halten ist, sollte jedem klar sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *