Studie: Wimax noch keine Konkurrenz zu UMTS

Finanzspritze von Samsung soll Breitbandfunk in Asien ankurbeln

Es könnte noch Jahre dauern, bis Wimax zur einer ernsten Bedrohung für UMTS-Services wird. Selbst in Asien, wo den Usern allgemein eine höhere Affinität zu neuen Technologien bescheinigt wird, bremsen mangelnde Standardisierung und fehlende Interoperabilität die Entwicklung. Laut einer aktuellen Studie der US-Marktforscher von In-Stat nimmt Wimax in Asien allerdings Fahrt auf und soll bis 2011 auf 14 Millionen User kommen. Zum Vergleich: 2005 gab es in der Region 130 Millionen UMTS-Nutzer.

Nun will offenbar der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Wimax fördern. Insgesamt 300 Millionen Dollar pro Jahr will der Konzern in den mobilen Breitbandfunk stecken und rechnet mit einem Anziehen der Nachfrage ab 2008, berichtet die „Financial Times“.

Die ersten mobilen Wimax-Geräte sollen In-Stat zufolge im asiatisch-pazifischen Raum Ende 2007 ausgeliefert werden. Neben Samsung will etwa auch der US-Mobilfunkbetreiber Nextel groß in das Wimax-Geschäft einsteigen. Rund drei Milliarden Dollar will das Unternehmen für den Aufbau eines landesweiten Netzes investieren.

Laut In-Stat bleibt Asien zunächst Wimax-Region Nummer eins. 2009 kommt die Region den Prognosen zufolge auf einen Anteil von 45 Prozent am weltweiten Wimax-Markt. An die Wachstumsraten von UMTS kommt Wimax aber nicht heran. Die Zahl der 3G-User soll laut Frost & Sullivan bis 2011 um 50 Prozent ansteigen. Als Wachstumstreiber haben die Marktforscher die bevölkerungsreichen Märkte Indien und China ausgemacht, wo voraussichtlich im kommenden Jahr 3G-Services starten. In China wollen die Betreiber spätestens zu den Olympischen Spielen 2008 mit UMTS-Services punkten.

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