Mobile Videoplayer in Deutschland auf dem Vormarsch

Studie: Steigende Verkaufszahlen für 2006 lassen 2007 Boom erwarten

Laut einer Studie der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) wachsen Beliebtheit und Verkaufszahlen von mobilen Videoplayern in Deutschland rasch an. Für 2006 wird ein Absatz von rund 315.000 multimedialen Geräten prognostiziert. Im Vorjahr wies die Statistik für die in Deutschland verkauften Exemplare gerade einmal 113.000 Stück aus. Auch für 2007 sagen die Analysten ein Anwachsen des Aufwärtstrends mit ungefähr 550.000 verkauften Mediaplayern voraus. Dies entspricht einem Absatzwachstum von mehr als 75 Prozent.

„Hauptursache für diesen signifikanten Wachstumstrend ist die Zunahme der technischen Funktionalität, die mittel- und langfristig in den Bereich traditioneller MP3-Player-Technologie wandern wird und die Geräte immer multifunktionaler macht“, erklärt Roland Stehle, Pressesprecher der gfu. Neben Geräten im Hemdentaschen-Format, die auf kleinen, im Format einer Visitenkarte großen LCDs Filme abspielen können, geht der Trend immer mehr zu größeren Schirmen, die bis hin zum Postkartenformat reichen.

Die meisten Geräte schaffen die Auflösung kleiner Fernsehbildschirme. Zusätzlich sind oft noch Organizer-Funktionen integriert. Hintergrund der steigenden Beliebtheit mobiler Videoplayer ist das im Internet bereits rasch wachsende Angebot an Videomaterial. So können User von kurzen Musikvideos oder Kino-Trailern bis hin zu Podcasts oder kompletten Spielfilmen nahezu alles abspielen.

Dennoch gibt es Webshops mit einem speziell zugeschnittenen, kommerziellen Angebot an Spielfilmen und populären TV-Serien für das Taschenformat derzeit nur in den USA. Stehle rechnet jedoch damit, dass „sich die Gewohnheit der Nutzer ändern wird und auch Anbieter in Europa nachziehen“. Ab 2007 rechnet die gfu mit einem flächendeckenden Vertrieb solcher Medientypen auch im deutschsprachigen Raum.

Bislang dominieren von Anwendern selbst erstellte Videos, die auf Online-Video-Plattformen wie Youtube regen Zuspruch erhalten. Nicht jeder Anwender möchte jedoch die Dateien am Computer bearbeiten beziehungsweise über diesen ansehen: Für 2006 erwartet die gfu rund 400.000 verkaufte mobile DVD-Player, etwa 55 Prozent mehr als im Vorjahr.

Viele dieser Geräte bieten Extras wie einen Empfänger für das digitale Antennenfernsehen DVB-T. Für das kommende Jahr schätzen die Marktforscher den Anteil der verkauften DVD-Player des mobilen Segments auf mehr als 500.000, wobei diese Erwartungen leicht übertroffen werden können.

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