Ex-CA-Chef muss für zwölf Jahre ins Gefängnis

Haftantritt am 27. Februar

Der ehemalige CA-CEO Sanjay Kumar wurde wegen Bilanzfälschung zu zwölf Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von acht Millionen Dollar verurteilt. Kumar habe außerdem die Ermittlungen der Justiz behindert,

Das Urteil fällte Richter I. Leo Glasser vom New York Eastern District Court in Brooklyn. Um Quartalsprognosen in den Jahren 1999 und 2000 zu erfüllen, hatte der ehemalige CA-Chef verfrüht Umsätze in Höhe von 2,2 Milliarden Dollar verbucht und betrügerische Abrechnungen erstellt. Er hatte außerdem Ermittlungsbehörden belogen und CA-Mitarbeiter zu falschen Aussagen angewiesen.

Dem Büro des Staatsanwaltes zufolge ist den Opfern ein Schaden von mehr als 400 Millionen Dollar entstanden. Das Unternehmen hat für einen Vergleich bereits 225 Millionen Dollar Strafe gezahlt.

„Die heute verhängte Strafe zeigt, dass Abrechnungsbetrug ein ernstes Verbrechen ist und die Behinderung der Justiz die Lage für Beschuldigte zwangsläufig verschlechtert und nicht verbessert“, kommentiert Staatsanwältin Roslynn R. Mauskopf das Urteil. Kumar muss seine Gefängnisstrafe am 27. Februar antreten. Richter Glasser will bis dahin auch die Höhe der Entschädigung für Opfer festlegen.

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1 Kommentar zu Ex-CA-Chef muss für zwölf Jahre ins Gefängnis

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  • Am 6. November 2006 um 11:17 von PC-Schrotti

    … leider nicht bei uns
    Eine solche wäre für die Herren Ackermann, Esser und Co auch durchaus gerechtfertigt.
    Anleger betrogen, 10.000 Arbeitsplätze und das Unternehmen Mannesmann vernichtet (obwohl es mit einem anderen Investor hätte weiterbetrieben werden können), wahrscheinlich ein paar Milliönchen vom Asiatischen Großinvestor eingesackt und dann noch mehr als 50 Mio Euro Prämien für die Unternehmensvernichtung eingesackt – da wäre dieses Strafmaß vollauf gerechtfertigt. Aber das wird wohl ein Traum bleiben…

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