Kürzere Akkulaufzeit: Vista auf dem Notebook

Größer, effektvoller und bunter: Windows Vista wirbt mit einem wahren Feuerwerk um die Gunst der Anwender. Die Notebook-Akkulaufzeit leidet allerdings unter den Effekten - aber auch am schieren Umfang des kommenden Microsoft-Betriebssystems.

Dass sich die Akkulaufzeit eines Notebooks verkürzt, wenn man Windows Vista statt XP als Betriebssystem verwendet, ist nur logisch. Schließlich beschäftigt die aufwändige „Aero“-Oberfläche von Windows Vista mit ihren animierten Übergängen und Effekten das Grafiksystem eines Notebooks weit mehr als Windows XP. Außerdem hat Vista mehr Umfang: Mehr Code muss im Speicher bereitgehalten werden, was bedeutet, dass weniger Speicher im Leerlauf abgeschaltet werden kann. Und um Komponenten nachzuladen, sind zusätzliche Operationen auf der Festplatte erforderlich, die zusätzlichen Strom brauchen.

ZDNet hat Vista auf einem Notebook installiert, um eine Stichprobe zu ermitteln. Dazu wurde ein Asus F2J mit Vista RC2 bespielt, also ein aktuelles Business-Notebook mit ATIs Grafiklösung Mobility Radeon X1400. Es kostet rund 1300 Euro.

Energiesparen weiter unter Bildschirmschoner

Gemessen wird, wie bei Akku-Benchmarks üblich, mit möglichst weitgehend deaktivierten Energiespar-Optionen und bei maximaler Leistung. Nur so kann das Ergebnis sinnvoll verglichen werden: Würde man mit aktiven Sparprogrammen messen, könnten die Notebook-Hersteller Akzente setzen und bei der Definition der Modi beispielsweise Performance oder Bildschirmhelligkeit zugunsten einer längeren Laufzeit opfern. Einzig drahtlose Netzwerkkomponenten werden deaktiviert, da ihr Energieverbrauch von unberechenbaren Faktoren wie Sende- und Empfangsqualität abhängt.

Unter Windows XP ist deshalb der Desktopmodus die Einstellung der Wahl. Man findet ihn in unter den erweiterten Anzeigeoptionen im Reiter für den Bildschirmschoner.

Vista Energiesparplan
Vista empfiehlt einen von drei Energiesparplänen.

Auch in Vista führt die Modifikation der Sparmechanismen am Screensaver vorbei. Statt der diversen Modi gibt es nur noch drei Einstellungen: Ausbalanciert, Energiesparmodus und Höchstleistung. Dies dürfte den meisten Anwendern entgegen kommen. Wer Kontrolle bis ins letzte Detail wünscht, bekommt sie jetzt aber auch – im Gegensatz zu XP, wo man sich überwiegend auf die vorgegebenen Modi verlassen musste.

Unter Windows Vista darf der Anwender einstellen, nach wie vielen Minuten Leerlauf der Energiesparmodus einsetzt oder wann der Bildschirm ausgeschaltet werden soll. Selbst für Festplattenoperationen gibt es Zeitlimits, und man kann den Wechsel in den Energiesparmodus untersagen untersagen, sofern vom System Medien wiedergegeben werden befindet.

Vista Energiesparplan
Stromsparoptionen lassen sich bis ins letzte Detail beeinflussen.

Themenseiten: Betriebssystem, Microsoft, Windows, Windows Vista

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