Schlechte Bedienbarkeit behindert Nutzung der Kryptografie

Verbreitung ist nach Expertenmeinung zu gering

Auf einem Event anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Public-Key-Cryptography haben Experten am Donnerstag Geschichte und Zukunft der öffentlichen Verschlüsselung diskutiert. Während in der Vergangenheit vor allem die amerikanische Regierung die Entwicklung und Verbreitung von Kryptografieprogrammen reglementiert oder unterbunden hat, so ist heute die schlechte Bedienbarkeit das größte Hindernis bei der Verbreitung von Verschlüsselungslösungen.

Ray Ozzie, der 1986 an der Entwicklung der Sicherheitskonzepte für den Vorläufer von Lotus Notes beteiligt war und heute Chief-Software-Architect bei Microsoft ist, erklärte, dass „in den frühen Jahren die Hersteller das System für mangelnde Innovationen verantwortlich machen konnten, weil die Regierungen uns Steine in den Weg gelegt haben. Heute liegt es an der Faulheit auf Seiten der Entwickler, dass die Bedeutung der Bedienbarkeit nicht in der Architektur und der Nutzeroberfläche umgesetzt worden sind.“

Nachdem Regierungen die Bedeutung einer freien Kryptografie erkannt haben ist diese aber nicht so weit verbreitet, wie es sich die Experten wünschen. Meist werden nur einzelne Transaktionen im Internet verschlüsselt und die meiste Kommunikation und der größte Teil des Datenverkehrs sind unverschlüsselt.

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