SGI ist heraus aus Chapter 11

Unternehmen ist neu aufgestellt

Das Traditionsunternehmen SGI hat tatsächlich das Ruder herumgerissen. Knapp sechs Monate, nachdem die Firma ein Insolvenz-Verfahren beantragt hat, ist der Reorganisations¬prozess nun offiziell für abgeschlossen erklärt worden. Damit ist nun auch der Schutz vor Gläubigerforderungen – in den USA als Chapter 11 bezeichnet – aufgehoben.

Man habe das Geschäftsmodell einem Re-Engineering unterworfen, ein neues Management-Team installiert sowie ein neues Board of Directors installiert. Es seien Kosteneinsparungen von jährlich 150 Millionen Dollar erreicht und eine neue Kapitalbasis geschaffen worden, die das Unternehmen von seinen Schulden befreie und mit 115 Millionen Dollar ausstatte.

„In den zurückliegenden sechs Monaten hat ein jeder bei SGI intensiv mit daran gearbeitet, die Strukturen umzubauen und in eine Organisation zu erneuern, mit der wir Stabilität und zugleich auch Wachstum realisieren; denn mit neuen innovativen Produkten können wir jetzt die größten Marktchancen in der Unternehmensgeschichte verfolgen“, erklärte CEO Dennis McKenna. „Zwar liegt bei der Implementierung unserer auf Wachstum zielenden Initiativen immer noch erheblich Arbeit vor uns, doch wir sind auf ‚Innovation for Results‘ fokussiert, lassen die auf klare Ergebnisse zielende Erneuerung nicht aus den Augen. Ohne Frage, das ist für SGI ein neuer Tag.“

Themenseiten: Business, SGI

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3 Kommentare zu SGI ist heraus aus Chapter 11

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  • Am 7. November 2006 um 18:28 von Dr. Carsten Rennekamp

    "Ruder herumgerissen"?
    …also, das ist doch eine etwas platte und naive Darstellung von dem was unter Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts tatsächlich passiert ist.
    Tatsache ist: das "Traditionsunternehmen" Silicon Graphics hat durch Chapter 11 seine Altaktionäre enteignet und seine Schuldenbasis einfach durch Herausgabe neuer Anteile an Hauptgläubiger reduziert. Das ist weder besonders phantasievoll noch löst es nachhaltig die Probleme des Unternehmens.
    Ich als (Alt-)aktionär fühle mich getäuscht und bin erschüttert über das – zwar rechtlich einwandfreie aber im Sinne des Anlegervertrauens sehr bedenkliche – Vorgehen…
    Bestimmt werde ich nie wieder zu Produkten oder zu Aktien der Firma greifen.

  • Am 7. November 2006 um 21:29 von Bernhard Stein

    Frechheit!!
    Also viel schlechter kann man einen Artikel nicht schreiben, bzw. einen Sachverhalt darstellen! Es fehlt jeder Hinweis darauf, dass durch die erfolgte Umstrukturierung ein Großteil der bisherigen Anteilseigner, zu denen ja auch die Altaktionäre gehören, enteignet wurden. Und zwar ohne jegliche Entschädigung bzw. Beteiligung am "restrukturierten" Unternehmen. Alle durch die Kapitalnmaßnahmen der Altaktionäre ermöglichten Werte, Entwicklungen und Patente sind in der "neuen" Gesellschaft verblieben und bilden nun die Basis für den "Neuanfang". In dem Artikel wird der Eindruck erweckt, als handele es sich dabei um eine erfolgreiche Restrukturierung – das Wort Abzocke auf Kosten der Aktionäre ist hierbei wohl eher angebracht! Hoffentlich haben wenigstens die Beschäftigten etwas davon.

  • Am 11. November 2006 um 22:02 von marc

    schlimmer als terroristen heist ja nicht umsonst 11 !!!

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