Russland belebt deutschen ITK-Markt

Mehr als 10.000 Arbeitsplätze hängen von Exporten ab

Der deutsche ITK-Markt profitiert zunehmend von der positiven Entwicklung der russischen ITK-Branche, die derzeit regelrecht boomt. Zu diesem Ergebnis kommt der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom). „Das ist weiter ausbaufähig, und genauso haben russische Firmen noch viel Potenzial in Deutschland“, so Ulrich Dietz, Präsidiumsmitglied des Bitkom. Im vergangenen Jahr konnte die deutsche ITK-Branche bereits IT- und Telekommunikationshardware im Wert von 1,8 Milliarden Euro nach Russland exportieren.

Laut dem russischen Partnerverband APKIT war der russische ITK-Markt im Jahr 2004 rund 7,5 Milliarden Dollar schwer. „Dieses Volumen soll sich bis zum Jahr 2010 auf über 16,5 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln“, so Christian Spahr, Pressesprecher Telekommunikation & Recht beim Bitkom. Dementsprechend kann die deutsche ITK-Branche von dem wachsenden Kuchen profitieren.

Mehr als 10.000 Arbeitsplätze der deutschen Hardware-Produktion hängen laut Bitkom mittlerweile allein von den russischen Exporten ab. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat der Verband Russland als Partnerland 2007 ausgewählt. Umgekehrt ist Deutschland im Jahr 2007 Partnerland der russischen ITK-Industrie. „Wir wollen dazu beitragen, dass unsere Anbieter über den Bedarf des deutschen Marktes besser informiert werden“, sagt Valentin Makarov, Präsidiumsmitglied von APKIT und zudem Geschäftsführer des russischen Software-Verbandes Russoft. „Gleichzeitig machen wir das Spezialwissen russischer Software-Schmieden in Westeuropa nutzbar.“ Die deutsche ITK-Branche erhofft sich durch diese Impulse, dass künftig noch mehr Unternehmen am dynamischen russischen Markt teilnehmen.

Die Initiative wird außerdem von der CeBIT 2007, die vom 15. – 21. März 2007 stattfinden wird, unterstützt. Auch hier wird Russland als Partnerland fungieren. „Damit knüpfen wir an den großen Erfolg des deutsch-russischen Forums auf der diesjährigen Messe an“, erläutert CeBIT-Chef Ernst Raue, der sich mehr als hundert russische Aussteller in Hannover erwartet.

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