Hollywood kritisiert Zusammenschlüsse von Medienkonzernen

Die sinkende Vielseitigkeit von Fernsehinhalten gibt Produzenten und Schauspielern Grund zur Sorge

Schaden Zusammenschlüsse von Medienkonzernen der Vielseitigkeit des Fernsehprogrammes? Diese Frage wollten die Teilnehmer der ersten von sechs öffentlichen Diskussionsrunden, welche über ganz Amerika verteilt stattfinden, klären. Geht es nach den teilnehmenden Produzenten und Schauspielern, so lautet die Antwort „Ja“.

Während sich die großen Medienkonzerne darüber beschweren, dass sie auf einem immer härter umkämpften Markt mehr Freiraum brauchen was Firmenzusammenschlüsse angeht, sind Verbrauchergruppen, Bürgerrechtsvertreter, unabhängige Anbieter von Inhalten und Journalisten der Meinung, dass die Zusammenschlüsse großer Medienunternehmen die Kreativität und Vielseitigkeit auf dem Fernsehmarkt negativ beeinflussen.

Während der letzten Dekade, ist die Anzahl von unabhängig produzierten Fernsehserien immer weiter zurückgegangen, so Taylor Hackford, Vizepräsident der Directors Guild of America. Im Jahr 1993 kamen 66 Prozent der Inhalte des Fernsehprogrammes von unabhängigen Produzenten, jetzt sind es nur noch 22 Prozent, so Hackford weiter. Schuld daran sind seiner Meinung nach die Aufkäufe von Produktionsfirmen durch große Medienunternehmen.

„Ich verstehe viele der Bedenken über die zunehmende Anzahl von Fusionen von Medienkonzernen und die Bewahrung der Vielseitigkeit. Wir müssen aber auch den harten Konkurrenzkampf im Mediengeschäft untersuchen und verstehen“, so Kevin Martin, Vorsitzender der Federal Communications Commission.

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