Yahoo schickt Mitarbeiter in Zwangsurlaub

Finanzielle Probleme belasten Suchmaschinenbetreiber

Der Internetdienstleister Yahoo hat einen Teil seiner Mitarbeiter zu unbezahltem Urlaub verdonnert. Offenbar hat das Unternehmen mit größeren finanziellen Problemen zu kämpfen, als bislang angenommen. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, werden in der Woche zwischen Weihnachten und Silvester eine unbestimmte Zahl an Beschäftigten in Zwangsurlaub geschickt. Yahoo teilte dies seinen Angestellten in Form einer E-Mail mit. Ob die Maßnahmen auf die USA beschränkt sind, oder sich auch deutsche Mitarbeiter auf ungewollte Ferien einstellen müssen, bleibt zunächst unklar. Yahoo Deutschland wollte sich auf Nachfrage derzeit zu dem Thema nicht äußern.

Erst in der vergangenen Woche hatte Yahoo mit geschwächten Prognosen die Börsen schockiert. Aufgrund des verringerten Wachstums am Anzeigenmarkt rechnet der Konzern damit, seine ursprünglichen Erwartungen für das Geschäftsjahr 2006 nicht einhalten zu können. Die finanziellen Löcher, die sich auftun, will Yahoo jetzt offenbar auf seine Mitarbeiter übertragen. Im Groben geht den Betroffenen im Dezember ein Drittel ihres Gehaltes verloren.

Die Führungsriege des Unternehmens sieht die Zwangsbeurlaubung naturgemäß weniger dramatisch. „Die Maßnahmen ermöglichen vielen Mitarbeitern in den USA, einige freie Tage zu genießen und Yahoo gleichzeitg zu helfen, bisher ungenutzte Urlaubskontingente abzubauen“, so Libby Sartain, Personalchefin von Yahoo, in einer schriftlichen Mitteilung. Wie viele Personen genau betroffen sein werden, hat der Internetkonzern bislang nicht verlauten lassen. Analysten sehen in dem Schritt jedenfalls kein gutes Zeichen für ein Unternehmen und die Auswirkungen auf die finanzielle Lage von Yahoo werden als minimal beurteilt.

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