IFA-Trends: Festplatten-Recorder zeichnen ohne Werbeblöcke auf

Reichlich Speicherplatz und elektronische Programmguides sind fast Standard

Schwierige Zeiten für Werbetreibende: Zunehmend preisgünstigere DVD-Festplatten-Recorder können die von vielen TV-Sehern ungeliebten Spots aus den aufgezeichneten Sendungen verschwinden lassen. Sie werden von sämtlichen namhaften Herstellern auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin präsentiert.

Nicht minder komfortabel ist das zeitversetzte Fernsehen: Die jeweilige Sendung kann schon von der ersten Minute an vor dem Bildschirm verfolgt werden, obwohl der gewünschte Mitschnitt noch parallel läuft. Bis zu 500 Stunden TV-Material lassen sich mittlerweile aufnehmen, bei optimaler Bildqualität sind zumindest bis 80 Stunden Film möglich.

Im Trend liegen attraktive Ausstattungs-Extras. Gleich vier neue Modelle schickt beispielsweise Philips ins Rennen, dabei verfügt der 550 Euro teure DVDR7260H neben einer 160-GByte-Festplatte, die Platz für etwa 250 Stunden Fernsehprogramm bietet, über einen eingebauten DVB-T-Tuner. Der Ton wird im digitalen 5.1-Surround-Sound aufgezeichnet.

Auch Hobby-Filmer kommen auf ihre Kosten, da sich ein Camcorder über eine Firewire-Schnittstelle anschließen lässt. So ist kein PC nötig, um eigene Aufnahmen direkt anzuschauen oder auf DVD zu archivieren. Dazu entfällt das Programmieren von Aufnahmezeiten – dank der elektronischen Programmzeitung „Guide Plus+“ genügt ein Klick auf eine Sendung.

Programmguides sind mittlerweile auch bei Einsteigergeräten weit verbreitet. Um das drohende Format-Chaos müssen sich Besitzer der neuen Trend-Recorder nicht mehr kümmern: Die Geräte spielen Rohlinge aller gängigen Formate (DVD+R/RW, DVD-R/RW sowie DVD+R DL) ab. Wer bereits über einen LCD- oder Plasmafernseher verfügt, dürfte bei der Wiedergabe von den Vorteilen einer HDMI-Schnittstelle profitieren. Im Gegensatz zum Scart-Kabel steigt die Bildqualität bei einer digitalen Datenlieferung über HDMI deutlich an. Darauf setzt unter anderem der Thomson Scenium DTH 8550 E mit seiner 160 GByte großen Festplatte, integriertem DVB-T-Tuner und Bild-im-Bild-Funktion.

Der Toshiba RD-XV45-K-TE kommt als flexibles DVD-Kombimodell, das die drei Formate VHS, HDD oder DVD-R/RW per Knopfdruck in jede Richtung kopieren kann. Der Speicherplatz beläuft sich auf 160 GByte für eine Aufzeichnungsdauer von bis zu 340 Stunden.

„In dieser Innovation fassen wir drei Geräte in einem Modell zusammen. Dazu lassen sich DVB-T/S/C-Receiver via Satellite Link für Aufnahmen ansteuern. Die Highspeed-Kopierfunktion ermöglicht außerdem einen Datenaustausch in 20-facher Geschwindigkeit. Auch die Wiedergabe von Musiktiteln von normaler CD oder MP3-Format ist möglich“, erläutert PR-Referentin Lisa Ostermaier. Der Pioneer DVR-645H-S (649 Euro) wiederum hat eine 250-GByte-Festplatte und HDMI. Mit dem DVR-545HX steht auch ein rund 100 Euro günstigeres Modell parat, das zusätzlich über einen DVB-T-Tuner verfügt.

Themenseiten: HDTV, Telekommunikation

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu IFA-Trends: Festplatten-Recorder zeichnen ohne Werbeblöcke auf

Kommentar hinzufügen
  • Am 6. September 2006 um 10:14 von Christof Neumann

    Na schaun mer mal…
    Wie sollte denn das technisch funktionieren? Woran erkennt denn die eingebaute Software, ob es sich um einen Werbeblock oder um einen Teil der Sendung handelt, die man eigentlich aufnehmen will? Wird ein Signal gesendet, dass Anfang und Ende des Werbeblocks sendet, kostet das Geld. Erkennt die Software die Wiederholungen der letzten Szenen vor dem Block, dann klappt das nur, wenn der Sender solche auch vorsieht. Wie also sollte das fehlerfrei funktionieren???

    • Am 6. September 2006 um 19:43 von my name

      AW: Na schaun mer mal…
      Träumer. . . und wie das geht !!!
      Hab ich bereits seit Jahren bei mir im Wohnzimmer am laufen.
      Läuft natürlich unter Linux.
      http://www.vdr-portal.de
      http://www.linvdr.de
      . . . und viele andere.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *