Medion bastelt weiter an Kostensparprogramm

Umstrukturierung schwächt Ergebnisse

Der Konsumelektronik-Händler Medion bemüht sich weiterhin, Kostensenkungen durch die Reorganisation des Unternehmens voranzutreiben. Wie schon im ersten Quartal 2006 konnte das operative Geschäft mit Mobiltelefonen und Mobilfunkdienstleistungen auch im abgeschlossenen zweiten Quartal verbessert werden.

Im Geschäftsbereich Kommunikationstechnik erhöhte sich dadurch der Umsatz von 31 Millionen Euro im Vorjahr auf 71 Millionen Euro im zweiten Halbjahr 2006. Das weiterhin schwierige Geschäftsumfeld im Einzelhandel und der fortschreitende Preisverfall führten jedoch zu einem insgesamt verringerten Quartalsumsatz von 364,1 Millionen Euro (zweites Quartal 2005: 499 Millionen Euro).

„Wir werden weiter mit Hochdruck daran arbeiten, unsere internen Prozesse und Kostenoptionen zu optimieren. Die volle Wirkung der Einspareffekte wird sich erst mittelfristig einstellen“, so Medion-CFO Christian Eigen. Die Umstrukturierung laufe weiterhin nach Plan.

Die Schwerpunkte des Kostensparprogramms liegen laut Medion bei der Reduktion des Produktportfolios um eine profitablere Umsatzbasis zu erreichen, sowie bei der Schaffung von einfacheren Strukturen im Produktmanagement und Vertrieb. Wie erwartet, verringerte sich demnach sowohl der Umsatz als auch das Betriebsergebnis in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres. Der Umsatz fiel von 1,13 Milliarden auf 830 Millionen Euro, das EBIT sank von 18,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 4,7 Millionen Euro. Umsatzeinbrüche verzeichnete Medion sowohl am deutschen Markt, wo die Einnahmen von 735 Millionen Euro im Vorjahr auf 556 Millionen Euro zurückgingen, als auch im internationalen Geschäft. Hier verbuchte das Unternehmen mit 274 Millionen Euro mehr als 100 Millionen Euro weniger Umsatz als im Vorjahreszeitraum.

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