Windows Vista auf der Black-Hat-Konferenz gehackt

Unsignierter Code konnte in den Kernel der 64-Bit-Version eingeschleust werden

Die Sicherheitsexpertin Joanna Rutkowska hat auf der Black-Hat-Konferenz in Las Vegas demonstriert, wie unsignierter Code in den Kernel der 64-Bit-Version von Windows Vista eingeschleust werden kann. In das System integrierte Schutzmechanismen sollen dies eigentlich verhindern.

„Die Tatsache, dass der Mechanismus umgangen werden kann, bedeutet nicht, dass Vista völlig unsicher ist. Es ist nur nicht so sicher wie versprochen“, relativierte die bei dem Singapurer Security-Spezialisten Coseinc beschäftigte Rutkowska die Sicherheitsmängel. Hundertprozentige Sicherheit könne ohnehin nicht garantiert werden, da Hacker immer einen Weg fänden, sich ins System einzuschleichen. Nach der Demonstration zeigte sie noch einige Möglichkeiten, diesen Angriff abzuwehren.

Produktmanagement-Direktor Austin Wilson von Microsoft nahm die geglückte Attacke scheinbar gelassen. „Genau das ist der Grund, warum wir hier sind“, meinte er gegenüber Journalisten. Er betonte gegenüber Journalisten, dass für diesen Hack Administratorenrechte notwendig seien.

Microsoft gibt an, bereits eine Möglichkeit gefunden zu haben, diese Sicherheitslücke zu schließen. Die Auslieferung des Betriebssystems werde deswegen jedenfalls nicht verzögert. Auf der Hacker-Konferenz verteilte der Konzern Preview-Versionen. Zu Beginn des kommenden Jahres, wenn Vista in die Läden kommt, sollen alle Mängel behoben sein. Das Feedback von Experten soll Microsoft dabei helfen, die Sicherheit vor der endgültigen Veröffentlichung zu verbessern.

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