Breitband in Deutschland auf dem Vormarsch

46 Prozent der Internet-Nutzer haben DSL

Die Internetnutzung in Deutschland ist weiter gestiegen. Wie der von TNS Infratest gemeinsam mit der Initiative D21 herausgegebene (N)Onliner-Atlas für 2006 zeigt, ist die Zahl der deutschen Internet-Nutzer ab 14 Jahren innerhalb eines Jahres um drei Prozent auf 37,8 Millionen gestiegen. Somit sind 58 Prozent der deutschen Bevölkerung online.

Auch werden ISDN-Anschlüsse langsam verdrängt: Fast jeder zweite deutsche Anwender surft über eine Breitband-Verbindung. Unter den Bundesländern rangiert Berlin mit einem Online-Anteil von 64,4 Prozent auf Platz eins. Schlusslicht ist das Saarland mit 49 Prozent, das hinter drei östlichen Bundesländer steht.

Erstmals haben Frauen die magische Marke von 50 Prozent überschritten. Ein Plus von rund 1,3 Millionen hebt den Anteil auf durchschnittlich 52 Prozent. Auch der Bevölkerungsanteil der über 50-jährigen im Internet hat um drei Prozentpunkte zugenommen. Ihr Anteil beträgt jetzt 34 Prozent.

Der Anteil der DSL-Anschlüsse ist um sieben Prozentpunkte auf 46 Prozent gestiegen, Kabel-Internet hat sich hingegen noch kaum durchgesetzt. ISDN-Anschlüsse sind auf 23 Prozent zurückgegangen. Die Modemnutzung liegt stabil bei 20 Prozent. Deutschlandweit ist ein West-Ost-Gefälle bei der Breitbandnutzung festzustellen. Die digitale Kluft entlang Geschlecht und Alter konnte innerhalb eines Jahres verringert werden, aber es gibt noch gravierende Unterschiede entlang des Bildungsgrades.

Im Rahmen des zum sechsten Mal durchgeführten (N)Onliner-Atlas wurden deutschlandweit 50.000 Personen zu ihren Internetgewohnheiten befragt.

Themenseiten: Breitband, Telekommunikation

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6 Kommentare zu Breitband in Deutschland auf dem Vormarsch

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  • Am 2. August 2006 um 11:21 von Robi

    West-Ost-Gefälle
    Wen wundert’s? Dieser Artikel klingt so, als ob die Leute im Osten mit Internet nichts zu tun haben wollten. Ich höre da ein "naja, die Ossis eben…" heraus.

    Die Wahrheit ist, dass dieses Gefälle ganz einfach dadurch zustande kommt, dass hier ganz einfach großflächig KEIN DSL möglich ist! Nach der Wende wurden einfach mal alle maroden Telefonleitungen durch "moderne" Glasfaser ersetzt – und nun haben wir hier das Nachsehen.

    Man stelle sich das vor: eine Kleinstadt mit über 10 000 Einwohnern, ca 10Km vor den Toren Dresdens, und kein DSL, auch keine Aussichten, in Bälde angeschlossen zu werden.

    Einzige Möglichkeit, zu einem schnellen Breitbandanschluß zu kommen: ein lokaler Provider, der für sündhaft teures Geld (ca. 65€/Monat!) einen WLAN-Anschluß (Flat) bietet (der auch nicht immer zufriedenstellend funktioniert). Wer, außer ein paar Geschäftsleuten kann sich das leisten? Und: ein Hohn angesichts der Preise für DSL-Flats.

    Also, anstatt solche irreführenden Erhebungen durchzuführen und dann falsche Meldungen zu verbreiten, sollte besser erst mal für gleiche Bedingungen gesorgt werden.

    Wetten, dass dann diese Untersuchung ganz anders aussieht?

    • Am 2. August 2006 um 12:18 von coke

      AW: West-Ost-Gefälle
      … naja, der "Fehler", alles mit Glasfaser zu verkabeln, wird sich bald in einen Vorteil wenden: der Osten Deutschlands dürfte bei der VDSL-Versorgung ganz vorn mit dabei sein.

      Oder sehe ich das falsch?

    • Am 3. August 2006 um 7:21 von ossi

      AW: AW: West-Ost-Gefälle
      JA,

      oder der Ausbau muss duch einen anderen als rosa erfolgen

  • Am 2. August 2006 um 11:36 von Paul

    ISDN-DSL-Telekom
    Wir wären schon viel weiter wenn wir nicht diesen Monopolgiganten hätten. Da wurde noch alte ISDN-Technik propagiert während neue Techniken schon bereitstanden, ja sogar Analogmodems fast gleichschnell waren. Und leider spiegelt so eine Erhebung eben nur Ballungsraäume wieder und nicht die flächendeckende Versorgung.

    • Am 2. August 2006 um 13:48 von Lutz

      AW: ISDN-DSL-Telekom
      Richtig. "Auf dem Land" wird die Entwicklung durch die Providergiganten verzögert, die Bevölkerung und die Unternehmen haben das Nachsehen. Wir haben eine Lösung gefunden die besser ist als "SAT-DSL": Richtfunk als Träger für DSL. Teuer, aber gut.

    • Am 2. August 2006 um 14:13 von Christoph

      AW: ISDN-DSL-Telekom
      Der Monopolgigant kann da wohl weniger für. Er wird wegen des Monopols zu einem festen Preis gezwungen, den er nicht unterbieten darf, und man erwartet von ihm, dass er alle Kunden beglücken soll. Die Konkurenz hat es aber bis heute nicht geschaft, die "Randgruppen" auch zu bedienen. Ganz im Gegenteil picken sie sich nur die Rosinen heraus. Wie soll da die Telekom preislich gegenhalten können, wenn sie alle z. B. mit DSL versorgen würde?

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