Mozilla feiert 200 Millionen Firefox-Downloads

Die noch für dieses Jahr angekündigte Version 2.0 soll weiteren Schwung bringen

Mozilla offiziell bekannt gegeben, dass die Download-Zahlen für Firefox die 200-Millionen-Grenze überschritten haben. Gezählt wurden alle Downloads des Browsers seit der Freigabe der Version 1.0 im November 2004. Für die ersten 100 Millionen Downloads hatte Firefox noch rund elf Monate gebraucht, die zweiten hundert konnten in nur neuneinhalb Monaten verzeichnet werden. Die noch für dieses Jahr angekündigte Version 2.0 soll für weiteren Schwung sorgen.

Während bei der Mozilla-Community angesichts der erreichten Zahlen erst einmal Feiern angesagt ist, zeigt sich Microsoft indes weiter unbeeindruckt. „Mich beeindrucken eher unsere Download-Zahlen der Office- und Vista-Betaversionen“, meint Microsoft-Sprecher Thomas Lutz. Von der Konkurrenz könne man natürlich immer lernen, letztendlich handle es sich dabei aber um einen wechselseitigen Wissensaustausch, von dem auch die Firefox-Entwickler profitieren würden, so Lutz weiter.

Die Weiterentwicklung des ebenfalls noch für dieses Jahr erwarteten Internet Explorer 7 sieht Lutz nicht als Gegenreaktion auf die neu erwachsene Browserkonkurrenz. „Im Grunde verfolgen wir einen völlig anderen Weg als Mozilla und besitzen als Marktführer auch ganz andere Verpflichtungen. So müssen wir als Zielgruppe nicht nur die Privatanwender sondern vor allem auch Businesskunden mit einem Produkt bedienen, bei dem die Integration von Applikationen, Webseiten und Business Intelligence eine wesentliche Rolle spielt“, so Lutz.

Über die tatsächlichen Anwenderzahlen bieten die Download-Zahlen naturgemäß wenig Aufschluss. Diverse Webforschungsinstitute wie Netapplications oder Onestat geben den globalen Marktanteil zwischen 8 und 13 Prozent an.

Themenseiten: Browser, Mozilla Organization, Software

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1 Kommentar zu Mozilla feiert 200 Millionen Firefox-Downloads

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  • Am 2. August 2006 um 10:57 von Rumble

    Glaubwürdigkeit
    Zitat:
    "Von der Konkurrenz könne man natürlich immer lernen, letztendlich handle es sich dabei aber um einen wechselseitigen Wissensaustausch, von dem auch die Firefox-Entwickler profitieren würden, so Lutz weiter."

    Ah ja. Vor etwa einem Jahr hat der MS-Sprecher noch verkündet, niemand wolle Tabbed Browsing, das sei unnötig und überflüssig.

    Sicherlich profitieren auch Opera und Firefox von MS. Zumindest in der Hinsicht, das die Unzahl an Sicherheitslücken und lange verzögerten Patches im IE den Erfolg des Firefox erst möglich gemacht haben.

    Ansonsten ist es schlicht ein Faktum, das MS das IE-Team komplett aufgelöst hatte und die Entwicklung als abgeschlossen betrachtet hat. Nun läuft MS den anderen händeringend hinterher und hofft, mit dem IE7 wieder Land zu gewinnen.

    Die Downloadzahlen sind sicherlich nicht völlig aussagefähig. Um die 10% sind aber schon ein nicht zu verachtender Marktanteil, besonders in Anbetracht eines auf den meisten Rechnern zwangsweise vorinstalliertem Windows mit Internet Explorer.

    Ob sich das mit dem IE7 ändert, bleibt abzuwarten. Die vollmundig verkündete Integration mit Bussiness intelligence könnte sich als nicht ganz so zugkräftig erweisen, wie Herr Lutz das hofft.

    Rumble

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