Intel stellt Dual-Core-Itanium offiziell vor

Trotz höherer Leistung wurde der Energieverbrauch um 20 Prozent verringert

Intel hat im kalifornischen Santa Clara fünf neue Dual-Core-Itanium-2-CPUs der 9000er Serie vorgestellt. „Die bislang unter dem Codenamen Montecito bekannten Recheneinheiten verdoppeln die Leistungsfähigkeit der bisherigen Ein-Kern-Prozessoren von Intel und reduzieren gleichzeitig den Energieverbrauch um 20 Prozent“, erklärt Intel-Sprecher Martin Strobel.

Die 64-Bit-CPUs sollten ursprünglich im Herbst 2005 auf den Markt kommen. Nach wiederholten Verschiebungen wurde in der Branche schon darüber spekuliert, dass sich Intel von der gesamten Itanuim-Produktlinie trennen würde. „Tatsächlich kamen die neun Monate Verspätung zustande, da das Design weiter optimiert und angepasst wurde“, erläutert Strobel.

Als Flagschiff der neuen Prozessorreihe präsentiert sich das Modell 9050. Es verfügt über zwei vollständige Prozessorkerne und einen dreimal so großen Cache wie Intels frühere Generationen. Dank Hyper-Threading Technologie kann der Chip vier Threads pro Prozessor abarbeiten. „Die CPU verbraucht rund 100 Watt Leistung und verfügt über einen Level-3-Cache mit 24 Megabyte Kapazität. Auf dem Die sitzen 1,72 Milliarden Transistoren, wodurch das Design komplexer ist als jenes der bisherigen Prozessoren. Unsere Designer konnten dadurch viele mainframe-ähnliche Funktionalitäten in die Itanium Prozessoren integrieren. Dazu zählt beispielsweise eine stabile Virtualisierungsumgebung und höhere Cache-Verlässlichkeit“, so Strobel. Die vorgestellten Prozessoren sind zwischen 1,4 und 1,6 GHz getaktet.

Die Zukunft der Intel-Prozessoren weist aber schon eindeutig in Richtung Multi-Core-Technik. Im kommenden Jahr wird der CPU-Marktführer mit dem Itanium-Chip Montvale noch einmal ein Dual-Core-Modell auf den Markt bringen. Ab 2008 aber bricht mit der Tukwila-CPU dann endgültig das Mehrkern-Zeitalter an. Der Poulson soll der erste Vertreter sein. Einen konkreten Zeitplan gibt es laut Strobel noch nicht. Die Preise für den Montecito-Prozessor liegen je nach Taktrate und Größe des On-Chip-Caches (8 bis 24 Megabyte) zwischen 749 und 3692 Dollar. Die ersten Systeme auf Basis der neuen Prozessoren sind für August angekündigt.

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