Microsoft schließt 21 Sicherheitslöcher in Windows, Office und Exchange

Das Team von Bill Gates hat Überstunden geleistet: So viele Software-Fehler hat die Sicherheitsabteilung in Redmond noch nie auf einmal behoben. Für den Monat Juni stellt Microsoft ganze zwölf Updates bereit, die 21 überwiegend gefährliche Lücken stopfen.

Im Rahmen seines monatlichen Updatezyklus hat Microsoft am 13. Juni zwölf Security Bulletins samt Patches veröffentlicht, die Sicherheitslücken in Windows, Internet Explorer, Word, Powerpoint und Exchange Server schließen. Acht Bulletins verdienen nach Einschätzung des Redmonder Sicherheitsteams seinen höchsten Schweregrad „kritisch“.

Insgesamt stopfen die Updates 21 Sicherheitslöcher, von denen ganze 19 entfernten Angreifern das Ausführen von schädlichem Programmcode ermöglichen. Durch die bloße Anzahl der behobenen Fehler ist das Patch-Aufgebot für Juni das größte, das Microsoft je für einen Kalendermonat zusammengestellt hat.

Nach Einschätzung des Sicherheitsdienstliesters Qualys stellen die von MS06-025 behobenen Schwachstellen die größte Bedrohung dar. Durch zwei neu entdeckte Fehler im Routing- und RAS-Dienst könnten Übeltäter gänzlich ohne Interaktion des Opfers Windows-Rechner unter ihre Kontrolle bringen. Betroffen sind Windows 2000, Windows XP und Windows Server 2003.

MS06-027 widmet sich endlich einer schwerwiegenden Verwundbarkeit in Microsoft Word. Die Lücke ist seit über einem Monat bekannt. Noch im Mai hatte Microsoft seinen Kunden empfohlen, bis zur Bereitstellung eines Patches sein Textverarbeitungsprogramm im abgesicherten Modus auszuführen.

Obwohl Microsoft MS06-029 lediglich mit dem Schweregrad „hoch“ versehen hat, dürfte das Update für Outlook Web Access ganz oben auf der Prioritätsliste vieler Exchange-Administratoren stehen. Der Patch behebt ein Problem im webbasierten Outlook, das eine ungeprüfte Skriptausführung zulässt. Dazu muss der Anwender lediglich eine E-Mail mit dem Internet Explorer öffnen

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