Microsoft stellt sein Supercomputer-Windows fertig

Software soll im August auf den Markt kommen

Microsoft hat die Entwicklung seiner Windows-Version für Supercomputer abgeschlossen. Der Windows Compute Cluster Server 2003 soll eine große Anzahl von Servern in einen Verbund zusammenfassen und so eine Plattform für rechenintensive Anwendungen bieten.

Der Markt für High-Performance-Computing wurde lange Zeit von Unternehmen wie Cray und SGI beherrscht, in den letzten Jahren laufen aber immer mehr Systeme mit Linux. CNET/ZDNet berichtete erstmals im Mai 2004 über ein Supercomputer-Windows, einen Monat später hat Microsoft die Pläne bestätigt.

„Das ist eine langfristige Investition für Microsoft“, so Kyril Faenov, Director of High Performance Computing. „Wir glauben, dass wir einen Einfluss ausüben können.“ Zwar ist die Software jetzt fertiggestellt und die Evaluation kann nächste Woche beginnen, der Kauf werde aber erst im August möglich sein.

Mit dem Windows Compute Cluster Server 2003 will Microsoft High-Performance-Computing alltäglicher machen. Bislang werden solche Systeme eher im technisch-wissenschaftlichen Umfeld eingesetzt.

Die Software soll pro Node mit 469 Dollar weniger kosten als andere Editionen des Windows Server. Sie gehört zu den ersten Microsoft-Anwendungen, die nur für x86-basierte 64-Bit-CPUs erscheinen.

Themenseiten: Microsoft, Software, Supercomputing

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3 Kommentare zu Microsoft stellt sein Supercomputer-Windows fertig

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  • Am 10. Juni 2006 um 12:05 von hannes

    Supercomputer-Windows
    Was heißt alltäglicher?
    Ich denke dass Cluster auch weiterhin nur im technisch-wissenschaftlichen Umfeld genutzt werden. Was soll man als Privatnutzer mit einem Cluster? Für ein bisschen Video-/Bildbearbeitung reicht ein PC alle mal. Und die wenigen Leute die sich ihre Freizeit mit 3-D CFD Rechnungen verschönern reichen sicher nicht um die Umsatzerwartungen von Microsoft zufrieden zu stellen. Für den rest ist ein Umsteig auf windows mit großem aufwand verbunden, da die Codes zum Teil selbst geschrieben sind und erst portiert werden müssten, bzw falls vorhanden eine Windows-version gekauft werden müsste.

    • Am 10. Juni 2006 um 12:22 von Besserwisser

      AW: Supercomputer-Windows
      Jetzt ist wohl Bill "größenwahnsinnig" geworden. Wir werden hier zur rechenintensiven Berechnung von Trendfolgesystemen demnächst die PS3 – mit Linux – im Cluster uns anschauen… da ergeben sich vermutlich aus preiswerten Systemen eine interessante Clusterstruktur…

    • Am 12. Juni 2006 um 12:15 von Ihr Berater

      AW: AW: Supercomputer-Windows
      Man darf gespannt sein. Viele Betreiber von clusterfähiger Rechensoftware (bsp. Automobil- oder Luftfahrtindustrie) haben Jahre an Manpower in die Entwicklung und Pflege ihrer Software gesteckt, die traditionell immer unter Unix entwickelt wurde. So wie ich meine Kunden da verstehe, denkt niemand ernsthaft daran, die nach Windows zu portieren. Daher war Linux erste Wahl, als dieser Trend vor ein paar Jahren auf kam.

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