RIM-Vize hält mobile Datenflatrates für innovationsfeindlich

Provider müssten wirtschaftliche Anreize haben, um weiterhin zu investieren

Der stellvertretende CEO des Blackberry-Herstellers Research In Motion warnte Mobilfunkprovider vor den Auswirkungen mobiler Datenflatrates. Auf der TK-Konferenz Globalcomm sagte er, dass diese Tarife am Ende innovationsfeindlich seien.

„Egal wie man es dreht, Bandbreite ist nicht kostenlos“, so Mike Lazaridis. „Wenn wir jetzt keine ökonomischen Anreize setzen, wird es in der Zukunft keine Forschung und keine Innovation mehr für neue Netze geben.“

Mobilfunkprovider haben in den letzten Jahren Milliarden für den Aufbau von Netzen der dritten Generation ausgegeben, die sich für den Transport von Daten eignen. Viele Anbieter haben inzwischen Flatrates eingeführt. Lazaridis warnte allerdings davor, dass diese Tarifierung bei zunehmender Ausbreitung der mobilen Datennutzung für Probleme sorgen wird.

Ein Nutzer mit einem 500-Minuten-Sprachtarif verbrauche monatlich ungefähr 45 MByte, bei einer Datenflatrate könnten es dagegen 1,6 GByte und mehr sein. Dies entspräche rund 20.000 Telefonminuten. Die Anwender müssten dazu angeregt werden, die zur Verfügung stehende Bandbreite effektiv zu nutzen. Als positives Beispiel zog er sein eigenes Unternehmen heran. Rund 90 Prozent der Nutzer würden weniger als 2 MByte Traffic verursachen.

Doch nicht alle Teilnehmer der Konferenz wollten sich dieser Sichtweise anschließen. So sagte Pulver-Media-Gründer Jeff Pulver, dass gerade der unlimitierte Zugang notwendig sei, um Innovationen zu fördern. Lazaridis beziehe in seiner Betrachtung den technischen Wandel, der zu immer mehr Bandbreite führt, nicht mit ein.

Themenseiten: Business, Research In Motion, Telekommunikation, UMTS

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