100-Dollar-Laptop nimmt konkrete Formen an

Gerät kommt mit Flash-Speicher statt Festplatte

Der von Nicolas Negroponte am Massachusetts Institute of Technology entwickelte und in den vergangenen Monaten viel diskutierte 100-Dollar-Laptop nimmt konkrete Formen an. Neben Bildern von ersten Prototypen wurden nun auch die Hardwarespezifikationen veröffentlicht. Wie Negroponte schon angekündigt hatte, wird der Laptop mit einer AMD-CPU, ohne Festplatte und insgesamt geringem Stromverbrauch gebaut.

Herzstück des Billig-Notebooks ist der AMD-Prozessor Geode Gx2-533 mit einer Taktfrequenz von 400 MHz. Es verfügt über 128 MByte RAM. Eine konventionelle Festplatte sucht man in Negropontes Entwicklung vergeblich, da bewegliche Teile einen Schwachpunkt darstellen würden. Stattdessen wird als Massenspeicher ein SLC-NAND-Flash-Speicher mit einer Kapazität von 512 MByte seinen Dienst versehen. Der LCD-TFT-Flachbildschirm bietet eine Auflösung von 1200 mal 900 Bildpunkten.

Das Gehäuse hat abgerundete Ecken und ist aus besonders dickem und stabilem Plastik gefertigt. Insgesamt bringt das Notebook 1,5 Kilogramm auf die Waage.

Ein besonderer Schwerpunkt wurde auch auf den niedrigen Stromverbrauch des Laptops gelegt. Auf die ursprünglich geplante Handkurbel wurde verzichtet, nun soll es ein Pedal zur manuellen Stromversorgung geben. Der 100-Dollar-Laptop habe nur ein Zehntel des üblichen Stromverbrauches, so die Entwickler. Weiterer Augenmerk wurde auch auf die drahtlose Kommunikation sowie auf den Internetzugang gelegt. Die Verbindung mit anderen Laptops wird durch ein Mesh-Netzwerk hergestellt. Dadurch wird jeder Laptop zum drahtlosen Router, was den Zugang zum Internet erleichtern soll.

Themenseiten: Hardware, Notebook

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4 Kommentare zu 100-Dollar-Laptop nimmt konkrete Formen an

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  • Am 1. Juni 2006 um 8:39 von Der Skeptiker

    Das freut uns alle
    Schön, dass sich ein Großer wie AMD zur Lieferung der CPU bereit erklärt hat. Schließlich wird man pro CPU nur 5 oder 10 Dollar erlösen können.

    Das war ja Intel viel zu wenig. Ob das die Position von Intel auf den Emerging Markets von morgen gut tun wird? Ich habe da meine Zweifel …

    Wollen wir hoffen, dass dieser Laptop der dritten Welt den Anschluss an uns erlaubt.

    Aber hoppla – wird das nicht die Globalisierung voran treiben, wenn billige, aber gute Programme von Nigeria und Kongo unsere Programmierer arbeitslos machen?

  • Am 1. Juni 2006 um 9:04 von cocktailmixer

    Das wird wohl nicht mit Windows laufen
    512 MB Flash-Speicher statt Festplatte, was kann denn da für ein Betriebssystem laufen?
    Mit Sicherheit kein Windows Vista, was ja eigentlich in der niedrigsten Ausführung für sogenannte Schwellenländer extra konzipiert wurde.

    • Am 1. Juni 2006 um 10:43 von jk

      AW: Das wird wohl nicht mit Windows laufen
      allein aus kostengründen wird da schon kein windows drauf sein. wofür gibt es denn schlanke freie betriebssysteme?

    • Am 1. Juni 2006 um 11:31 von Johannes

      AW: Das wird wohl nicht mit Windows laufen
      Es gibt diverse *nix-on-a-disk Projekte. Wieso sollte man denn Lizenzgebühren für ein überladenes Windows zahlen, wenn man der Zielgruppe viel besser mit z.B. einer soliden Linuxdistribution dienen kann?

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