HDTV: Premiere HD jetzt auch über Kabel

HD-Receiver Humax PR-HD1000 C zertifiziert

Premiere HD ist künftig auch in den Kabelnetzen von Kabel Deutschland empfangbar. Darauf einigten sich der Abo-Sender Premiere und der mit rund 9,6 Millionen Haushalten größte deutsche Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland.

Die Vereinbarung sieht vor, zunächst zwei Kanäle des drei Programme umfassenden HDTV-Angebots von Premiere einzuspeisen: HD Sport und HD Film. Nach dem Vertrag mit der Kabel BW im letzten Jahr ist damit die Übertragung der Fußball-WM bei Premiere in HD in 14 Bundesländern über Kabelnetze gesichert. Der Münchner Pay-TV-Anbieter ist der einzige Sender in Deutschland, der alle 64 Spiele der Fußball-WM 2006 live und in HDTV überträgt.

Bereits seit Ende Januar ist das HDTV-Angebot von Premiere über Satellit empfangbar. Über 20.000 Abonnenten haben Premiere HD bisher abonniert, so der Anbieter. Nach Verträgen mit Astra, Kabel Deutschland, Kabel BW und mehreren kleineren Netzbetreibern können insgesamt über 75 Prozent aller TV-Haushalte in Deutschland das HDTV-Angebot von Premiere empfangen.

Humax Kabel-HD-Receiver zertifiziert

Gleichzeitig wurde heute der erste Kabel-HD-Receiver, der Humax PR-HD1000 C, für den Empfang von Premiere HD zertifiziert. Bis zur WM sollen ausreichend Geräte zur Verfügung stehen. Der PR-HD1000C empfängt HDTV sowohl im MPEG-2- als auch MPEG-4-Kompressionsverfahren (HDTV). Dank des integrierten Nagravision-CA-Systems sehen die Zuschauer das komplette Angebot von Premiere, einschließlich des Premiere-HD-Angebots.

Zwei Common-Interface-Schächte ermöglichen darüber hinaus den Empfang weiterer Pay-TV-Angebote. Das hochaufösende Fernsehen wird in allen gängigen Videoauflösungen wiedergegeben: 1080i, 720p oder 576p. Über den optischen Digitalausgang oder HDMI-Anschluss kommt auch der volle Dolby-Digital-Ton ins Wohnzimmer. Das Gerät soll laut Humax noch im Mai für 399 Euro in den Handel kommen. In Kombination mit einem Premier-Abo dürfte es günstiger sein.

Neben den Kosten, die für ein Premiere-Abo zu entrichten sind, kommen Gebühren für die HD-Kanäle Film und Sport von 9,90 Euro auf die Abonnenten zu. Sat-Kunden bezahlen hingegen 12 Euro zusätzlich für das HD-Angebot. Dafür steht für diesen Kundenkreis mit Discovery HD ein weitere Kanal im HDTV-Format zur Verfügung.

Weitere Informationen:

Themenseiten: HDTV, Hardware, Personal Tech

Fanden Sie diesen Artikel nützlich?
Content Loading ...
Whitepaper

ZDNet für mobile Geräte
ZDNet-App für Android herunterladen Lesen Sie ZDNet-Artikel in Google Currents ZDNet-App für iOS

Artikel empfehlen:

Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu HDTV: Premiere HD jetzt auch über Kabel

Kommentar hinzufügen
  • Am 21. Mai 2006 um 14:26 von inwa

    Stiftung Warentest zu HDTV
    Stiftung Warentest schreibt:

    "HDTV-Bilder wirken bei geringen Betrachtungsabstand am besten." Deshalb wurde für den HDTV-Sehtest der Abstand auf das 1,5fache der Diagonalen reduziert. Für 80 cm Geräte sind das 1,20 Meter. "Aus diesem Abstand ist die Zeilenstruktur der Geräte nicht mehr sichtbar. Wer als Betrachtungsabstand das 2,5 bis 3,5fache der Diagonalen wählt, (…) verschenkt diesen Vorteil." Die feinerern Strukturen von HDTV lassen sich allenfalls erahnen. Ãœblich ist ein Betrachtungsabstand vom 4fachen der Diagonalen.
    Fazit der Stiftung Warentest:

    "Die besten Bilder bietet HDTV auf einem hochauflösenden LCD-Schirm bei geringem Betrachtungsabstand. Bei normlen Abstand gewinnt DVB-T. Beim (analogen) PAL Fernsehen punkten die Röhrenfernseher von Metz und Phillips."*

    * Stiftung Warentest, Heft Test Nr.5 2006, Seite 55 / Die gemachten Angaben zur Bildhöhe wurden in Angaben zur Diagonalen eines 16:9 TVs umgerechnet

  • Am 21. Mai 2006 um 14:31 von inwa

    HDTV lohnt fuer 90 Prozent der Zuschauer nicht
    Immer wieder ist von exclusiveren oder schärferen Bildern in Zusammenhang mit HDTV zu lesen. Sie können selbst anhand der Bilder im Anhang überprüfen, dass das nicht der Fall ist.

    Im BET-Broadcast Fachwörterbuch (Link im Anhang/Quellen) ist zu lesen, dass HDTV nicht schärfer ist als PAL. Denn das Auflösungsvermögen des Auges ist begrenzt und die Schärfewirkung eines Bildes zudem viel mehr von den Kontrasten im Bild abhängig. Im Fernsehbereich wird, wie im Script zur Vorlesung "Medientechnik" von Prof. Dr. Ing. Martin Rieger nachzulesen ist, zudem eine Technik zur Steigerung der Schärfewirkung eingesetzt, die sich Kantenanhebung nennt.

    Nach Auskunft von Dr. -Ing. Franz Stollenwerk, ehemaliger Leiter der Sendertechnik beim NDR und Prof. an dem Institut für Medien- und Fototechnik der FH Köln, liegt nach Studien der normale TV Betrachtungsabstand derzeit etwa bei dem 4fachen der Diagonalen eines 16:9 TVs, was dem dem 5fachen der Diagonalen eines 4:3 TVs entspricht. Der optimale PAL Betrachtungsabstand, an dem keine höhere Auflösung schärfer oder detailreicher gesehen wird, ist das 2,5 – 3fache der Diagonalen eines 16:9 TVs, was dem 3 – 3,5fachen der Diagonalen eines 4:3 TVs entspricht.

    Vergleicht man den normalen zum optimalen Betrachtungsabstand, ergibt sich für PAL eine Auflösungsreserve von rund 25% – 35%. Nach Auskunft der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wird die Standardklasse der 70 cm 4:3 Geräte durch die 80 cm 16:9 Geräte abgelöst. Da 80 cm 16:9 Geräte weniger hoch sind, ergibt sich auch hier eine erneute Auflösungsreserve für PAL von zusätzlich 5 – 10%. Es gibt einen gewissen Trend zur 90 cm 16:9 Klasse. Aber die entspricht auflösungstechnisch etwa der 70 cm 4:3 Klasse. Es ist also davon auszugehen, dass deutlich über der Auflösungsgrenze von PAL zugeschaut wird.

    Die technische Fernsehqualität wird sich durch HDTV eher verschlechtern als verbessern, denn schon heute sparen die Sender an jeder Datenrate, wie in dem Bildern im Anhang zu sehen ist. Das Premiere Fußballbild verliert auch nach Aussagen von Dipl.-Ing. Wolfgang Graf, Geschäftsfeldleiter des Bereichs Fernsehen beim Institut für Rundfunktechnik, ständig an Schärfe, sobald die Kameras schwenken. Die WM wird also voraussichtlich bei ARD, ZDF und RTL in besserer Qualität zu sehen sein.

    Pro7/Sat1 HD bringt meist lediglich hochgerechnetes PAL. Der Sender ist aber nicht in der Lage 16:9 anamorph auszustrahlen. 16:9 Zuschauer könne durch eine anamorphe Ausstrahlung in der alle PAL Zeilen genutzt werden ihre Auflösung gegenüber schlechter digitaler Qualität mehr als verdoppeln und gegenüber guter Qualität immerhin noch um 25% erhöhen.

    Die PAL Qualität der meisten HDTV Fernseher läßt bislang teils sehr zu wünschen übrig. Zudem haben HDTV Fernseher immer den Kopierschutz HDCP integriert, mit dem sich Aufnahmen in allen Qualitäten unterbinden lassen.

    Anhang:
    (Links können mit linker Maustaste makiert und mit rechter Taste in die Adresszeile des Browsers kopiert werden)

    Bildvergleiche HDTV – PAL
    http://www.beepworld.de/members94/inwa/hdtv.htm

    Geht es schärfer als scharf? – Grenzauflösung des Auges
    http://www.beepworld.de/members94/inwa/grenzaufloesung.htm

    Weitere Informationen und Quellen
    http://www.beepworld.de/members94/inwa/quellen.htm

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *