Software für Intel-Macs: So konvertieren die Profis

Eine neue Prozessorarchitektur hat die Leistung und die Möglichkeiten des Mac erheblich verbessert. Was bedeutet das für Entwickler? ZDNet hat sich bei wichtigen Software-Häusern erkundigt, wie Mac-Applikationen auf die neue Plattform portiert werden.

Zu einer anderen CPU zu wechseln, kann ein schmerzhafter Prozess sein. Apple hat das schon einmal durchgemacht, als das Unternehmen Motorolas 680×0-Familie zugunsten des IBM Power PC aufgab. Für den Benutzer wurde der Wechsel dadurch vereinfacht, dass das Betriebssystem einen Emulator für 680×0-Code und ein Schema für das Unterbringen von 680×0- und PowerPC-Code in einer einzigen Applikation (‘Fat Binaries’) mitbrachte.

Jetzt sind die Namen andere, doch die Ideen die gleichen: Der Rosetta-Emulator bietet eine Möglichkeit, Power-PC-Code auf einem Intel-Mac auszuführen, während „Universal Binaries“ Power-PC- und x86-Code in einer einzigen Applikation unterbringen.

Apples Xcode-Entwicklungssystem wird mit Mac OS X ausgeliefert, und die neueste Version mit Unterstützung für Universal Binaries kann man sich zusammen mit Informationen zur Unterstützung bei der Migration kostenlos von der Website des Herstellers herunterladen. Wichtig ist, dass Xcode Code für Power PC, x86 oder beide erzeugen kann. Im besten Fall setzt ein Entwickler ein Häkchen in die Box für x86-Code, kompiliert das Projekt neu und erhält ohne zusätzlichen Aufwand eine Universal Binary.

Für einige Entwickler war die Umstellung so einfach, wie Apple versprochen hatte. Marc Edwards, die eine Hälfte des Widget-Entwicklers Islayer, sagt, dass Widgets, die mit Plugins arbeiten, neu kompiliert werden müssen, weil Dashboard selbst eine Universal Binary ist, aber „man muss nur neu kompilieren und das Kästchen ‘Compiler für Intel’ markieren“.

Einfachere Widgets in Javascript laufen unverändert auf Intel, weil sie ohnehin interpretiert werden. Nur diejenigen, die direkt auf eine Applikation zugreifen müssen, die verteilte Benachrichtigungen erhalten oder Dateien von der Festplatte lesen, brauchen Plugins.

„Wenn es sich nicht um Inline-Assembler-Code handelt, ist es eine ganz leichte Sache“, denn es gibt keinen Grund, warum man den Code mit etwas anderem als Cocoa geschrieben haben sollte, und alles andere geschieht automatisch bei der Ausführung durch Webkit, erklärt Edwards.

Islayer musste zehn seiner zwölf Widgets neu kompilieren, aber die Angelegenheit war in einer Nacht erledigt. „Das war ziemlich schmerzlos.“

Islayer hat auch Istat herausgegeben, eine selbständige Universal-Binary-Applikation, die auf derselben Code-Basis wie deren Widgets zur Systemüberwachung beruht.

Themenseiten: Adobe, Anwendungsentwicklung, Apple, Software

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