Amazon steigt in Lebensmittelhandel ein

Konservendosen kommen per Post ins Haus

Der Online-Händler Amazon vertreibt ab sofort auch eine Palette an Lebensmitteln. Mit diesem Schritt will sich der Konzern die Marktführerschaft in einer weiteren Produktkategorie des Internetshoppings sichern. Vorerst gilt das Angebot von rund 2000 verschiedenen Lebensmittelsorten allerdings nur in den USA, berichtet die „Financial Times Deutschland“. Ob und wann das neue Produktsegment auch in Europa verfügbar sein wird, konnte Christine Höger, Pressesprecherin von Amazon Deutschland, auf Nachfrage nicht beantworten. „Wir geben generell keine Auskunft über zukünftige Pläne, aber wir arbeiten immer daran, unsere Auswahl in bestehenden Kategorien zu ergänzen sowie neue Kategorien aufzubauen“, so Höger.

Den US-Kunden werden inzwischen jede Menge haltbarer Produkte von Riesenpackungen Cornflakes bis hin zu Campbell’s-Suppen per Onlinebestellung ausgeliefert. Ein Multipack Kellog’s Cornflakes, der 70 Portionen enthält, kostet den Internetshopper bei Amazon derzeit 28 Dollar. Für Lebensmittelbestellungen ab 25 Dollar werden die Versandkosten zumeist von dem Online-Händler getragen.

Amazon beschränkt sich in seinem Angebot schon lange nicht mehr nur auf den Buch- und CD-Verkauf. Die Produktpalette reicht von Spielwaren bis hin zu Kosmetikartikeln und Heimwerkerbedarf. Amazons Ziel sei es, den Kunden alles anzubieten, was sie online kaufen wollen, so Höger gegenüber pressetext. Das Segment Lebensmittel und Snacks gehört der Amazon-Drogeriesparte an. Die Ausweitung auf den Verkauf von nicht verderblichem Essen folge einer allgemeinen Tendenz unter US-Drogeriemärkten, die mittlerweile ebenfalls Lebensmittel anbieten, heißt es seitens des Online-Händlers.

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