Bilanzkosmetik kommt AOL teuer zu stehen

Einigung mit Aktionären auf 2,56 Milliarden Euro an Ausgleichszahlungen

AOL hat sich in einem Vergleich mit rund 600.000 Aktionären auf Ausgleichszahlungen in Höhe von 2,56 Milliarden Dollar geeinigt. Die Aktionäre werfen der Time-Warner-Internetsparte vor, zwischen 1998 und 2004 in insgesamt 15 Fällen beschönigte Quartalszahlen präsentiert zu haben. AOL soll dutzende Werbe-Transaktionen unsachgemäß verbucht haben, um die Umsatzzahlen in einem besseren Licht darzustellen.

Die Verhandlungen zwischen dem Internetriesen und den geschätzten 600.000 Unterstützern der Sammelklage haben insgesamt sieben Monate gedauert. Die Richterin, Shirley Whol Kram, sagte nach dem Abschluss des Vergleichs, dass die Aktionäre mit der Entschädigung nicht ihre gesamten Schäden tilgen könnten. Es sei beeindruckend, dass ein Ausgleich erreicht wurde, obwohl sich die Partien immer noch über den tatsächlichen Schaden uneins seien. Laut der Richterin haben fast alle der 600.000 Kläger der Einigung zugestimmt.

Den größten Brocken der Ausgleichszahlungen wird AOL selbst übernehmen, die Bilanzprüfungs-Gesellschaft von AOL, Ernst & Young, steuert 100 Millionen Dollar bei. Der Zusammenschluss von AOL und Time Warner im Jahr 2002 war eine Enttäuschung für die Aktionäre. Die sinkenden Kundenzahlen gingen mit einem fallenden Börsenwert des Unternehmens einher.

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1 Kommentar zu Bilanzkosmetik kommt AOL teuer zu stehen

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  • Am 11. April 2006 um 9:45 von poc

    Bilanzkosmetik kommt AOL teuer zu stehen
    stimmt gar nicht

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