MySQL schreibt eigene Transactional Storage Engine

Bislang eingesetzte Komponente wurde von Oracle gekauft

MySQL hat die Entwicklung einer eigenen Transactional Storage Engine bekannt gegeben. Die Komponente wurde bislang von Innobase zugeliefert, das Unternehmen wurde aber letzten Herbst von Oracle übernommen.

Manager von MySQL sagten, dass die neue Engine die von Oracle gekaufte Technik ersetzen könne. Trotzdem wurde der Vertrag mit Innobase erneuert. Oracle verpflichtet sich darin, die Storage Engine für einige Jahre weiterzuentwickeln.

Die MySQL-Datenbank funktioniert mit verschiedenen Storage Engines, bis jetzt wurde sie mit der Technik eines Fremdanbieters ausgeliefert. Die Übernahme von Innobase hat Spekulationen über die Motive von Oracle ausgelöst. Einige sahen darin den Versuch, durch die Kontrolle über eine wichtige Technik das Momentum von MySQL auszubremsen. Innobase war ein kleines Unternehmen mit nur fünf Mitarbeitern – der Kauf für einen Branchenriesen wie Oracle somit kein Kraftakt.

Die Entscheidung zur Entwicklung einer eigenen Engine sei direkt auf die Übernahme von Innobase durch Oracle zurückzuführen, sagte Redmonk-Analyst Stephen O’Grady. Wenn man die Unsicherheiten für Kunden in Betracht ziehe, sei es im besten Interesse von MySQL, diese Technik langfristig zu kontrollieren, so der Analyst. Die neue Engine soll noch dieses Jahr zur Verfügung stehen.

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