Notfall-Disks: Trotzdem booten, wenn Windows einmal streikt

Boot-CDs eignen sich zur gründlichen Fehleranalyse und sind immer dann gefragt, wenn das Betriebssystem aus irgendwelchen Gründen nicht mehr starten will. Die besten Tools zur Erstellung einer Notfall-CD finden Sie in diesem Weekly.

Notfall-Disketten mit CD-ROM-Unterstützung gibt es seit Jahren. Doch welches Programm stellt kritische Systemdateien nach einem Crash wieder her, ohne dass man es installieren muss? Hat ein Virus zugeschlagen, so helfen herkömmliche Recovery-CDs nicht weiter. Sie sind spartanisch ausgestattet – oft fehlt eine Funktion, die man dringend braucht. Zwei Dinge sind unerlässlich: zum einen Schadcode erkennen und entfernen – zumindest aber Daten auf ein anderes Laufwerk hinüberretten.

Die Ultimate Boot CD vereint viele bekannte Diagnose- und Systemtools auf einem einzigen digitalen Datenträger. Sie sind allesamt kostenlos und decken die wichtigen Bereiche ab – von der Festplatte über den Arbeitsspeicher bis hin zum Dateisystem.

Der PE Builder wurde um die Jahrtausendwende von dem Niederländer Bart Lagerweij entwickelt. Die Oberfläche von CDs, die man über diesen Klassiker zusammengestellt hat, mutet zunächst an wie jene von XP. Auch der Windows Explorer ist mit an Bord. Zusätzliche Anwendungen kann man ganz nach Wunsch einbinden – und so nicht nur 32-Bit-Windowsversionen auslesen, sondern aktiv verwalten. Mit den meisten DOS-Bootdisketten hat man dagegen nicht einmal Zugriff auf das XP-Dateisystem.

Acronis True Image klont Dateien, Verzeichnissen, Partitionen oder ganze Festplatten, erzeugt aber auch bootfäge Medien. Ein ZDNet-Leser berichtete begeistert, er habe mit der Shareware gar Images aus dem „running system“ heraus erstellt und als funktionierende Laufwerke eingebunden.

Wer einzelne System-Dateien benötigt, ohne die Windows nicht mehr startet, kann mit der Linux-Distribution Kanotix das Web durchforsten. Denn die Live-CD bietet Zugang zum Internet und zu Netzwerken. Im schlimmsten Fall muss das System völlig neu aufgespielt werden. N-Lite spart hier Zeit und Arbeit. Es kreiert Installations-CDs ganz nach Maß. Unerwünschte Standard-Komponenten lassen sich entfernen, andere ergänzen. Wer seine Daten getrennt von seinem Systembereich auf einer separaten Partition gespeichert hat, kommt schnell wieder zu einer sauberen Arbeitsumgebung.

Themenseiten: Business-Software, Download-Special, Security-Praxis, Software

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Neueste Kommentare 

2 Kommentare zu Notfall-Disks: Trotzdem booten, wenn Windows einmal streikt

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  • Am 11. April 2006 um 0:01 von Dietmar Heller

    Essentials für den Notfall
    Die hier vorgestellten Programme würde ich einfach als essentiell bezeichnen. Jeder sollte sie für den Notfall bereit haben!

    • Am 2. August 2006 um 13:16 von fresch_heit

      AW: Essentials für den Notfall
      100 punkte!!!

      aber die art der recovery-cd kommt auch immer auf die umgebung an.

      bei linux rechnern kantonix oder div andere boot-cds

      für windowsmaschinen bart pe oder win pe

      erklärung:
      die dateisysteme der wiederherzustellenden rechner.

      bartpe z.b setzt ja auf ntfs auf – da mit linux und "irgendwie kompatibel" zu arbeiten oder nur mit lesezugriff bringt nix
      und kann sogar zu datenverlusten führen!

      und mal ehrlich wer sowas als sysadmin unter windows braucht (ja wie ich z.b.)
      passt sich doch lieber so ne cd an seine gegebenheiten an.

      auch plugins gibts massig. bzw. mit ein bischen einarbeitungszeit lassen sie sich auch einfach selbst erstellen.

      allerdings sollten für win2003 server unter bart pe auch zwingend die win2003 server sourcen (wg. div treiber) verwendet werden.

      falls jemand hilfe zu bartpe braucht kann er sich gerne mal melden.

      ps. mit n bischen arbeit läuft unter bartpe (fast) alles was auch unter windows läuft.

      also für "paranoide" gibts auch die möglichkeit einer bootcd zum browsen, die absolut sicher ist. eine festplatte wird ja nicht benötigt, und viren usw. die sich auf eine bootcd schreiben können gibts nich:)
      – open office, usb-sticks mediaplayer usw laufen auch also rein als surfmaschine für laute ohne viel ahnung absolut sicher.
      installiert /gelöscht werden kann auch nix vom system.

      ich habs meinen eltern eingerichtet – seit dem keine probs mehr *g*
      ihr internet geht immer umd mehr wollen sie nich. das ewige patchen virenschutz usw entfällt auch.

      und das schöne is dass ausser der längeren bootzeit kein unterschied bemerkbar ist… selbst die gui (xpe-plugin) ist vorhanden.

      mfg fresch_heit

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