Blackberry-Patentstreit könnte Firmen Millionen kosten

Langwieriges Verfahren steigert Unsicherheit bei US-Kunden

Der schwelende Patentstreit zwischen Research in Motion (RIM) und der Verwertungsgesellschaft NTP könnte nicht nur den kanadischen Blackberry-Anbieter teuer zu stehen kommen. Laut einer Studie des US-Beratungsunternehmens Telwares müssen auch wechselwillige Firmen, deren Mitarbeiter via Blackberry kommunizieren, beim Umstieg auf Alternativen tief in die Tasche greifen. Demnach kostet der Wechsel bis zu 844 Dollar pro User. Das kann sich bei einem Konzern mit tausenden Mitarbeitern schnell zu einer Millionensumme auswachsen.

Die Kosten errechnen sich laut Telwares aus dem Kauf neuer Geräte sowie der dazu gehörigen Software. Darüber hinaus müssten die Speicher der dann ungenutzten Blackberrys gelöscht und die Mitarbeiter in das neue System eingewiesen werden. Für einen Patch, den RIM im Fall einer Niederlage zur Verfügung stellen will, müssen die Unternehmen laut Studie mit Kosten von 56 Dollar pro Gerät rechnen, berichtet das Wall Street Journal.

Während RIM-Chef Jim Balsillie damit die Treue seiner Kunden gesichert sieht, steigt laut Telwares bei den befragten Unternehmen aber angesichts des langwierigen Verfahrens die Unsicherheit. Die Studie attestiert ein „erhebliches Interesse, zu neuen Services zu wechseln“. Noch ist unklar, wann mit einer abschließenden Entscheidung im seit Jahren schwelenden Patentstreit zu rechnen ist. Am vergangenen Freitag erst hat ein US-Gericht die eigentlich erwartete Entscheidung auf unbestimmte Zeit vertagt. Im schlimmsten Fall droht RIM ein Verkaufsstopp seiner Blackberrys auf dem wichtigen US-Markt.

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