Mobilfunk lebt von klassischen Anwendungen

Mobile Datendienste werden noch wenig genutzt

Rund drei Viertel der deutschen Mobilfunkkunden nutzen das Handy zum Telefonieren und SMS-Versenden. Datendienste wie Handy-TV und Videostreaming werden hingegen kaum beachtet, wie eine Umfrage im Auftrag von E-Plus gezeigt hat. Von den 1462 Befragten gaben 75,4 Prozent an, ihr Mobiltelefon zur Sprachtelefonie zu nutzen, 79 Prozent versenden und empfangen regelmäßig SMS. Die Nutzung von MMS bleibt schon deutlich zurück. Nur 24,6 Prozent verschicken Fotos mit ihrem Handy. „Die Umfrage bestätigt unsere Strategie und reiht sich in eine Serie von vergangenen Untersuchungen ein, die ein ähnliches Ergebnis brachten“, so E-Plus Pressesprecher Markus Gehmeyr.

Mobile Datendienste liegen durchwegs nur im einstelligen Prozentbereich. E-Mailing per Handy wird von acht Prozent der Kunden genutzt, Musikdownloads holen sich 6,1 Prozent und nur 4,7 Prozent surfen über Mobilfunk durch das Internet. Grund für den geringen Anklang, den diese Dienste derzeit finden, sei ein Mix aus vielen Faktoren, erklärte Gehmeyr. „Die Kunden wurden in der Vergangenheit oftmals mit unfertigen Produkten konfrontiert. Verschiedene Teile der Industrie haben nicht synchron gearbeitet, was dazu führte dass bestimmte Dienste beispielsweise nicht netzübergreifend genutzt werden konnten.“ Inzwischen kann zwar jeder User seine MMS in fremde Netze schicken, aber die anfänglichen Unstimmigkeiten wirken noch immer nach.

Auch UMTS-Dienste haben nur begrenzten Zulauf. Die Kenntnis über sowie die Nutzung von UMTS sind auch zwei Jahre nach der offiziellen Einführung wenig verbreitet. Nur rund ein Drittel weiß, worum es sich bei UMTS eigentlich handelt. 42,6 Prozent haben zwar davon gehört, aber wissen nicht konkret worum es geht. Ein Viertel der Mobilfunknutzer hat überhaupt noch nie von UMTS gehört. Nur etwa zwei Prozent aller Befragten besitzen ein UMTS-Handy oder eine UMTS-Laptopkarte und gleichzeitig haben 84 Prozent dieser noch nie Handy-TV über UMTS ausprobiert.

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