Netzausbau verschlingt weiter Milliarden

Erweiterung der Breitbandkapazitäten als Schwerpunktthema für Mobilfunkunternehmen

Um den steigenden Anforderungen, die eine zunehmende Zahl von Usern und immer umfangreichere Serviceangebote an die Netze stellen, gerecht werden zu können, müssen Mobilfunkbetreiber immer tiefer in die Tasche greifen. Nach den Berechnungen der Marktforscher von ABI Research fließen auch 2006 rund um den Globus wieder Milliarden in den Netzwerkausbau. So rechnen die Analysten etwa für den US-Mobilfunkriesen Verizon Wireless mit einem Investitionsvolumen von knapp 16 Milliarden Dollar. Ein Großteil davon soll in Netzwerk und IT-Systeme gesteckt werden.

„Um das zunehmende Datenvolumen befördern zu können und die Einrichtung neuer Applikationen und Services zu ermöglichen, ist der Netzwerkausbau für die Betreiber zu einem Muss geworden“, erklärt ABI-Analystin Shailendra Pandey. Das betreffe sowohl GSM- als auch CDMA-Betreiber. Bei den UMTS-Anbietern geht es Pandey zufolge auch um den Ausbau der Netzabdeckung. So will etwa 3 Italia einen großen Teil der 1,1 Milliarden Dollar schweren Investitionssumme in den kommenden zwei Jahren investieren um eine Netzabdeckung von 90 Prozent der italienischen Bevölkerung zu erreichen.

Ein Schwerpunktthema, das die Mobilfunkbranche im laufenden Jahr angehen will, ist der Ausbau der Breitbandkapazitäten. So wollen Provider wie der deutsche Mobilfunkriese T-Mobile bereits im Frühjahr den UMTS-Turbo HSDPA zünden. „Für T-Mobile steht die Netzwerkqualität ganz oben auf der Agenda“, erklärt T-Mobile-Sprecher René Bresgen. Ohne gute Qualität und entsprechende Infrastruktur könnten auch keine höherwertigen Services angeboten werden.

Dabei stehe aber die gesamte Netzinfrastruktur im Fokus. „Es gibt viele Baustellen“, so Bresgen. Die Netzinfrastruktur müsse immer wieder verbessert werden. So baut T-Mobile derzeit sein GSM-Netz aus. Investitionen fließen auch in das WLAN-Angebot. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn will T-Mobile etwa Bahnfahrern drahtlosen Internetzugang bieten. Ein entsprechendes Pilotprojekt ist bereits Ende 2005 gestartet worden.

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