Eltern filtern nur selten das Web für Kinder

In 53 Prozent der Fälle gibt es Zeitlimits

Nur bei 20 Prozent der Kinder in der EU, die Zugang zum Internet haben, schränken die Eltern die Nutzung dieses Mediums ein. Das ergaben die ersten Teilergebnisse einer Eurobarometer-Studie, durchgeführt im Auftrag von Vivane Reding, EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, die beim „Safer Internet Day“ vorgestellt wurden. „Eltern müssen ihren Kindern zeigen, wie sie Risiken, die durch die Internetnutzung entstehen können, erkennen“, ließ Reding verlauten.

Die häufigste Regel, die Eltern ihren Kindern vorschreiben, ist das Verbot bestimmte Internetseiten zu besuchen. 53 Prozent gaben an die Zeit zu beschränken, die Kinder im Internet verbringen dürfen. Nur 35 Prozent verbieten ihren Kindern eine Person, die sie im Netz kennen gelernt haben, tatsächlich zu treffen.

Den Download von Musik- oder Filmdateien verbieten 19 Prozent. Die Umfrageergebnisse zeigen das geringe Bewusstsein der Eltern über die Gefahren für Kinder, die vom Internet ausgehen. „Zahlenmäßig überwiegen die Beschwerden über pornographische Inhalte und da meist über Kinderpornographie“, so Thomas Rickert, Leiter des Arbeitskreises Internet Content Task Force bei Eco.

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5 Kommentare zu Eltern filtern nur selten das Web für Kinder

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  • Am 9. Februar 2006 um 7:49 von Carl-Rainer Zeiss

    Einschränkungen Web für Kinder und Jugendliche – WIE?
    Ich bin selbst EDV-Berater und habe zwei Kinder (15 und 18). Ich habe schon oft über entsprechende Einschränkungen beim Web-"Konsum" meiner Kinder nachgedacht. Nur – richtige Lösungen, um vereinbarte Beschränkungen persönlich zu überwachen und einzuhalten, sind mir nicht eingefallen. Ich habe zeit- und berufsbedingt einfach nicht die Möglichkeit, die Zeiten und die Inhalte zu kontrollieren. Und technische Lösungen, die ein gewitzter Jugendlicher nicht "knacken" könnte, habe ich auch noch nicht gefunden. Oder hab‘ ich nicht intensiv genug gesucht?

    Vielleicht wäre das ja mal eine Diskussion wert?

    • Am 9. Februar 2006 um 10:19 von Black

      AW: Einschränkungen Web für Kinder und Jugendliche – WIE?
      Hmm … es gibt viele möglichkeiten …
      z.B. beim Anbieter ein Filter für den I-Net zugang beantragen (soweit mir bekannt geht das direkt über den Internet Port des Anbieters … deswegen recht effizient), Filterprogramme installieren und irgendwo habe ich mal ein Zeitsteuerungs PGM für den I-Net zugang gesehen!
      Ob solche Sachen sinnvoll sind ist halt ansichtssache!
      Ich hatte auch kein Verbot in irgendeiner Weise und trotzdem bin ich weder ein Psychopath noch sonstwie gestört!
      Das problem ist halt auch:Verbotene Früchte sind süss!
      Umso mehr man verbietet umso mehr werden die kleinen neugierig!

    • Am 19. März 2006 um 14:26 von Thomas Rosenstein

      AW: Einschränkungen Web für Kinder und Jugendliche – WIE?
      Hallo besorgter Vater,

      ich gebe dir Recht. Eine sichere Umgebung für Kinder und Jugendliche ist das Internet nicht. Allerdings kannst du kostenlos und recht einfach einen guten Schutz vor dem gröbsten bieten.

      Unter:
      http://www.jugendschutzprogramm.de/

      findest du im Downloadbereich ein Komplettprogramm mit Filter. Nach der Installation und dem 3maligen! Neustart,
      wird ohne Kennwort jede Seite mit pornografischen, gewalttätigen oder gleichartigen Inhalten geblockt. Du kannst zudem noch bestimmte Webseiten Freischalten oder manuell in die Blockliste eintragen.

      Nun solltest du (Windows XP) deinen Kindern jeweils ein Benutzerprofil mit eingeschränkten Rechten (Benutzer) erstellen. Die Kinder können den Task/Filter nicht einfach beenden. Zur Sicherheit solltest du vielleicht noch Ausführen und CMD für sie abschalten.

      Hierbei ist egal welcher Browser: Internet Explorer, Mozilla Firefox, etc. benutzt wird.

      Wenn nun z.B. *icken gegoogelt wird, werden sämtliche freizügigen Seiten geblockt. Bei googleBilder sind nicht mehr alle Details zu sehen. Allerdings kannst du Wikipedia (OnlineWörterbuch) öffnen und bekommst eine interessante Herkunftserklärung und Ableitung des Wortes *icken.

      Das Bedeutet, die Sprösslinge können sich noch relativ frei im Internet bewegen, für die Schule recherchieren und sind dennoch geschützt.

      100%igen Schutz gibt es nicht. Schlieslich hat der Freund / die Freundin noch einen Rechner oder das Internetcafe ist um die Ecke. Doch darum geht es wohl auch nicht. Kein Programm kann den Dialog mit den Kindern ersetzen. Aufklärung und Information sowie Anteilnahme an den Interessen sind die Voraussetzungen um den Kindern einen Verantwortungsvollen Umgang mit dem PC und dem Internet zu vermitteln.

      Sollte ich wieder einmal schneller geschrieben als gedacht haben, dann berichtige mich gerne oder schreib zurück.

      mail@deinRechner.de
      http://www.deinRechner.de

  • Am 25. Mai 2008 um 22:00 von Bernd

    aber wie….
    kann ich den Zugang sinnvoll einschränken ?

  • Am 25. Mai 2008 um 22:02 von Anonym

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